32 Firmen öffnen zur "Spätschicht" ihre Tore

Unternehmen informieren am 27. September über Arbeit - Anmeldung nötig

Annaberg-Buchholz.

Maschinen dröhnen, die Hitze der Gießerei spürt man auf der Haut, von Fließbändern purzeln Produkte "made in Erzgebirge" - laufende Produktion fasziniert. Wo sonst Nicht-Betriebsangehörigen der Blick verwehrt bleibt, öffnen zur sogenannten Spätschicht im Erzgebirge am 27. September 32 regionale Unternehmen ihre Tore und laden zum Schauen, Staunen, Fragen ein.

Zum dritten Mal beteiligen sich Firmen der Region an der Veranstaltungsreihe während der "Tage der Industriekultur" der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft und gewähren vorab angemeldeten Besuchern Einblicke in ihre Arbeit. Noch bis 27. September, 12 Uhr, läuft die Anmeldefrist unter auf der Internetseite www.industriekultur-chemnitz.de/ erzgebirge. Die beteiligten Unternehmen bieten in 200 Führungen an dem Nachmittag bis in den Abend hinein Interessierten die einmal jährlich mögliche Visite. Sechs Unternehmen sind bereits ausgebucht, knapp 2000 Personen angemeldet, heißt es in einer Mitteilung des Regionalmanagements Erzgebirge. Freie Plätze mit Garantie für spannende Einblicke gebe es etwa in Neudorf bei der Spindelfabrik sowie bei Huss-Maschinenbau. Die Firma Huss ist zwar durch das als "Karzl" bekannte Räucherkerzchen vielen ein Begriff; ihr wirtschaftlicher Schwerpunkt liegt jedoch in der Metallzerspanung. Welche Arbeitsschritte zur Herstellung von Werkzeugen notwendig sind, erfahren Besucher beim Unternehmen Wesoba in Schwarzenberg. IVB Umwelttechnik in Annaberg-Buchholz erlaubt Einblicke in die Herstellung von Behältern zur Abfall- und Wertstoffentsorgung. In derartigen Unternehmen sei die Basis des Erzgebirges als Montanregion greifbar, heißt es weiter. Wer dabei selbst Hand anlegen möchte, sei beispielsweise bei der Firma PTF Pfüller in Stollberg richtig, denn hier besteht die Möglichkeit, sich in der Herstellung eines CNC-Frästeils auszuprobieren.

Die "Spätschicht" gilt für Unternehmen der Region als Chance zu zeigen, wie Erfahrungen aus Jahrhunderten heute in innovativen Firmen neue Früchte tragen. Vor zwei Jahren hatte die Veranstaltung im Erzgebirge Premiere mit sieben Firmen, 2018 kamen 2000 Besucher auf Einladung von 23 Betrieben. (mick)

Anmeldung zur "Spätschicht" unter

www.industriekultur-chemnitz.de/ erzgebirge

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