33-Jährige lag tot im Hausflur

Haftbefehl gegen Ehemann erlassen

Freiberg.

Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts auf Totschlag in Freiberg. Weil sie Schreie aus einer Nachbarwohnung hörten, hatten Mieter eines Mehrfamilienhauses an der Straße der Einheit am Dienstagabend den Notruf gewählt. Im Hausflur fanden Polizisten und Rettungskräfte eine leblose Frau. Der Notarzt konnte nur noch den Tod der 33-jährigen Afghanin attestieren, so die Polizei am Mittwoch.

Gegen ihren leicht verletzten Ehemann, einen Afghanen, ergab sich der dringende Tatverdacht, die Frau getötet zu haben. Er wurde kurz nach Mitternacht vorläufig festgenommen und einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Chemnitz vorgeführt. Am Mittwochnachmittag teilte die Polizei mit, dass gegen den 39-Jährigen Haftbefehl erlassen wurde.

Beamte der Kriminalpolizei hatten vor Ort Ermittlungen aufgenommen. Die Chemnitzer Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart erklärte gegenüber der "Freien Presse" am Mittwochnachmittag, zu Motiv oder Vorgeschichte lägen derzeit keine Informationen vor. Zu möglichen Familienangehörigen in der Wohnung der Betroffenen wollte sie nichts sagen. Mit Zeugenvernehmung und Auswertung von Spuren am Tatort stünden die weiteren Ermittlungsarbeiten an. Eine Obduktion war für Mittwoch geplant. (grit/smc/samü/mer)


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