Ängste auf den Kopf gestellt

Oberschüler und Gymnasiasten sprühen für mehr Gemeinsamkeit. Heraus kommt ein Puzzle, das auf Wanderschaft geht.

Mittweida.

Voller Eifer sind Schüler der Fichte-Oberschule und des Gymnasiums dabei, ihr Porträt auf eine Leinwand zu sprühen. Das Thema "Ich in meiner Zeit" haben die Schüler zuvor erarbeitet. Sie kamen gestern mit konkreten Vorstellungen ins Mittweidaer Freizeitzentrum. "Ich brauchte ihnen nur noch die Malutensilien und kreativen Möglichkeiten zu erklären", berichtet Künstler Jens Ossada, der das Projekt der Jugendstimme Mittweida in Zusammenarbeit mit dem Verein Freiberger Agenda 21 unterstützt.

"Ziel ist, die Kooperation zwischen Oberschule und Gymnasium auf den Weg zu bringen. Wir wollen erreichen, dass sich Jugendliche für ihre Stadt engagieren und sie mitgestalten", sagte Isabella Kaulfuß, die 2016 mit dabei war, die Jugendstimme neu zu beleben. Jeweils sieben Schüler aus jeder Einrichtung arbeiteten bis zum Mittag an ihrem Kunstwerk. Tim ist kunstinteressiert und hat bereits beim Verschönern der Kletterwand im Hof der Oberschule mitgewirkt. "Ich habe über meinem Kopf all das aufgezeichnet, was mich belastet, wie Schule, Stress, Druck oder Ängste. Unten in freundlichen Farben findet man, was mich glücklich macht: Freunde, Liebe und Tiere", erklärt der 15-Jährige. Seinerseits bestehe bereits Kontakt mit dem Gymnasium, denn seine Freundin lerne dort.

"Jede individuelle Leinwand erhält am Ende einen Puzzle-Rahmen, sodass man sie beliebig zu einem großen Ganzen zusammenstellen kann", erklärt Ossada. Ein Jahr lang gehen die Bilder auf Wanderschaft durch die beiden Schulen und das Rathaus, danach erhält jeder Schüler sein Bild.

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