AL-KO in Seifersbach: Betriebsrat verhandelt

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Es geht um die Zukunft von 60 Mitarbeitern im Dämpfungsfedernwerk

Seifersbach.

Nach der vor drei Wochen angekündigten Schließung der Seifersbacher Produktionsstätte der AL-KO Vehicle Technology Group zum Jahresende steht der Betriebsrat derzeit mitten in den Verhandlungen zur Zukunft der Beschäftigten. "Wir sind gut im Gespräch, rechnen aber frühestens Mitte August mit ersten Ergebnissen", erklärte der Betriebsratsvorsitzende Henry Görlitz.

Man habe auch einen Anwalt eingeschaltet, um den Interessen der gegenwärtig 60 Mitarbeiter mehr Nachdruck zu geben. Diskutiert werde neben dem Sozialplan auch die Möglichkeit einer Transfergesellschaft. Spätestens Ende August sollen dazu Entscheidungen fallen. Der Betriebsratschef sieht jedoch keine Chance, die Schließung zu verhindern. "Wir wollen lieber für die Mitarbeiter Brücken bauen, damit sie nicht von heute auf morgen ins Nichts fallen", so Görlitz.

Das Aus für AL-KO war für die Region sehr überraschend gekommen. Erst im Vorjahr hatte sich Landrat Matthias Damm (CDU) das Werk innerhalb eines Kommunaltages in der Gemeinde Rossau angesehen. Der Betrieb war 2014 von Hartha bei Waldheim in das Gewerbegebiet in Seifersbach gezogen. In Hartha war 1945 ein Betrieb gegründet worden, der zu DDR-Zeiten dann als Stoßdämpfer-Werk bekannt wurde. 1992 erfolgte die Übernahme durch den global agierenden Technologiekonzern AL-KO. In Seifersbach wurden weiterhin Gasfedern und hydraulische Dämpfer hergestellt. Zum Einsatz kommen diese zum Beispiel in der Agrartechnik, bei Baufahrzeugen, in der Luftfahrt, Medizintechnik, im Maschinenbau oder ganz einfach in gefederten Sitzen.

Die Produktion werde laut einer Firmenmitteilung zunächst fortgesetzt. "Uns ist viel daran gelegen, dass die Veränderungen und die Umsetzung der geplanten Personalmaßnahmen sozialverträglich erfolgen", betonten die Geschäftsführer Gerhard Rank und Gero Neumeier. In der Erklärung des Konzers wird das Aus für den Standort mit der Konzentration auf das Kerngeschäft, die Entwicklung und Produktion hochwertiger Komponenten für Anhänger und Fahrzeuge, begründet. Für die gesamte Dämpfungstechnik erfolge eine strategische Neuausrichtung, bei der Seifersbach keine Rolle mehr spiele.

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