Alte Bauwiese soll zum Großparkplatz werden

Tausende Besucher werden zur Landesgartenschau in Frankenberg erwartet. Nun gibt es ein Konzept, wo sie ihre Autos abstellen können. Es ist umstritten.

Frankenberg.

Der Beigeordnete Ralf-Peter Regner hat im Technischen Ausschuss des Stadtrates Frankenberg das Parkkonzept für die Landesgartenschau vorgestellt. Demnach werden an den Eingängen nur wenige Parkmöglichkeiten vorhanden sein. Am Dammplatz soll es zeitlich begrenzte Parkplätze geben. Am Auenweg entstehen Bushaltestellen für den Shuttle-Verkehr sowie Parkmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer. Um Bussen eine Ausfahrt aus dem Auenweg zu ermöglichen, wird die Ampelregelung an der Chemnitzer Straße/Jochen-Köhler-Straße/B 169 sowie der Töpferstraße geändert.

Der Hauptparkplatz der Landesgartenschau wird auf der Bauwiese an der Kleingartensparte "Schlachthof" sein. Dieser Parkplatz ist mit Schotter befestigt und bekommt noch asphaltierte Ein- und Ausfahrten. Der Parkplatz soll circa 700 Fahrzeuge aufnehmen können. Der zweite Parkplatz ist ein Schönwetter-Parkplatz. Er soll sich an der Mittweidaer Straße in Richtung Sachsenburg befinden, auf der Wiese gegenüber von Schloz und Wöllenstein. Auch dieser soll noch einmal 700 Fahrzeuge aufnehmen. Somit gibt es 1400 Stellplätze für die Besucher der Landesgartenschau.

Die Parkplätze werden laut Konzept bewirtschaftet. Pro Fahrzeug wird eine Parkgebühr von 2 Euro je Tag fällig, welche aber schon die Kosten des Shuttle-Services beinhaltet. Dieser wird zur Landesgartenschau auf zwei Routen fahren. Die erste Route geht vom Parkplatz über die kleine Querstraße an der Autobahn, an FMA vorbei auf die B 169 und dann an die Haltestelle im Naturerlebnisraum Zschopauaue. Dann geht die Fahrt wieder zurück. Die Fahrt dauert etwa 15 Minuten, für eine Runde. Die andere Runde wird über die kleine Querstraße an der Autobahn, an FMA vorbei auf die B 169 und dann an die Haltestelle im Naturerlebnisraum Zschopauaue gehen, weiter über die Erich-Viehweg-Oberschule zum Eingang Hammertal und dann über den Bahnhof zum Parkplatz zurück gehen. Diese Runde dauert etwa 30 Minuten. Diese Shuttle-Linie soll auch den Leuten, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, die Möglichkeit geben, die verschiedenen Bereiche der Landesgartenschau zu erreichen. Des Weiteren werden die Buslinien 640 (Chemnitz) und 703 (Augustusburg) am Auenweg halten. Auch sieht das Konzept vor, ein Parkchaos in der Innenstadt möglichst zu vermeiden. So sollen die derzeit frei nutzbaren Parkmöglichkeiten an vielen Stellen in der Innenstadt zeitlich auf zwei Stunden begrenzt werden. Das eingeschränkte Parken soll dann von 8 bis 18 Uhr oder von 9 bis 16 Uhr gelten, sodass die Anwohner ihre Fahrzeuge abends abstellen können. Zudem gibt es die Idee, Teile der Parkplätze am Dammplatz und auf dem Parkdeck sowie den Parkplatz hinter dem Martin-Luther-Gymnasium Haus 2 für die Bevölkerung zu reservieren. Für die Beschilderung der Parkmöglichkeiten und die Hinweistafeln würden der Stadt Kosten in Höhe von 5000 Euro entstehen.

Das Konzept ist bei Stadträten auch auf Kritik gestoßen. Die Anwohner sollten nicht noch für ihren Stellplatz zahlen müssen, so unter anderem die Meinung von Frank Richter (Die Linke). Ein Parken mit Parkausweis sollte möglich ist. Für die Parkflächen der Discounter und Supermärkte ist die Stadt nicht verantwortlich. Wie es die einzelnen Eigentümer handhaben, ist noch offen. Für den Kauflandparkplatz wird es beispielsweise eine zeitliche Beschränkung geben. An der Gartensparte "Schlachthof" werden Parkplätze für die Gartenbesitzer mit einer Absperrung versehen.

Tickets für die Landesgartenschau 2019 in Frankenberg sind in allen "Freie Presse"-Shops erhältlich. Der Eintritt für Erwachsene kostet 16 Euro, mit Leserkarte der "Freien Presse" 15 Euro. Weitere Beiträge zur Landesgartenschau lesen Sie im Internet:

www.freiepresse.de/laga2019

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