Altstadtfest: Lehrreiches Schauspiel statt hitzefrei

Kühlen Kopf bewahren Heute: Karl-Heinz-Nebel

Karl-Heinz Nebel als Oberlehrer in Mittweida.

Seine Schüler tragen Matrosenuniform, er selbst den dunklen Gehrock, natürlich mit einer Weste darunter. Karl-Heinz-Nebel wird in gut zehn Tagen zum Altstadtfest in Mittweida als Oberlehrer die historische Bühne bereichern. Und er wird ins Schwitzen kommen, wozu auch seine frechen Schüler - allesamt Mimen des Mittelsächsischen Kultursommers - beitragen werden. Gestern Abend wurde dies ausführlich geprobt, natürlich komplett in Kostümen.

"Trinken, trinken, trinken." Das ist für Nebel die einzige Möglichkeit, einen Hitzetag in historischer Kluft zu überstehen. Zum Altstadtfest ist er nicht nur der Lehrer auf der Bühne, als Altbürgermeister Hektor Freyer ist er auch unterwegs - ebenfalls im schwarzen Zwirn. Dabei kann er seinen Regenschirm mal als Schattenspender einsetzen. In historischen Rollen ist der 67-jährige "Unruheständler" und Autor schon seit vielen Jahren zu erleben, nicht nur in Mittweida. Am Wochenende war er beim Parkfest in Lichtenwalde dabei, im barocken Aufzug. "Da haben wir am Samstag aber so richtig geschwitzt", blickt er zurück. Dabei sei es vor allem die Kleidung gewesen. Die Lockenperücke empfand er nicht schlimm, weil die aus Echthaar ist. Und sollte es zum Fest in Mittweida immer noch so heiß wie derzeit sein, dann hofft er auf "Kleidungserleichterung". Die habe es dort vor einigen Jahren für die Mimen schon mal gegeben. (fa)

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