Amtsinhaber gewinnt Rennen um Chefsessel im Rathaus

Dietmar Gottwald hat bei der Bürgermeisterwahl in Rossau 84,76 Prozent der Stimmen geholt. Den Wahlerfolg sieht er als Ansporn für die Arbeit an großen Projekten, die der Gemeinde bevorstehen. Seine unterlegene Kontrahentin Angelika Feldmann nimmt von einem ihrer bisherigen Hauptthemen Abstand.

Rossau.

Nur eine knappe Stunde nachdem die Wahllokale in Rossau geschlossen wurden, stand das Ergebnis fest: Dietmar Gottwald (parteilos) bleibt für weitere sieben Jahre Bürgermeister der Gemeinde. Der 55-Jährige holte bei der gestrigen Wahl 84,76 Prozent der gültigen Stimmen und setzte sich damit gegen seine Kontrahentin, die Gemeinderätin Angelika Feldmann (Wir für Rossau), durch.

Den Wahlerfolg - mehr als drei Viertel aller gültigen Stimmen auf sich zu vereinen - feierte Gottwald gestern Abend im kleinen Kreis mit Freunden. "Es ist ein ganz tolles Ergebnis. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich so viele Stimmen hole. Ich freue mich über das Vertrauen, das mir die Wählerinnen und Wähler entgegengebracht haben", sagte Dietmar Gottwald. Bei der Wahl 2009 setzte er sich gegen drei weitere Kandidaten durch und erhielt damals 51,2 Prozent der Stimmen.

Das gestrige Wahlergebnis sei für ihn Ansporn für die kommenden Jahre. Eines der nächsten Großprojekte, die auf die Gemeinde zukommen, ist die Sanierung der Kreisstraße, die durch Rossau führt. "Daran sind wir mit dem Bau des Gehweges und der Straßenbeleuchtung beteiligt", erklärte der 55-Jährige. Auch der Neubau der Kita im Ortsteil Niederrossau sei eine Herausforderung, die es zu bewältigen gelte.

Angelika Feldmann akzeptiert das Ergebnis der Wahl. "Ich sehe es sportlich. Es ist eine demokratische Entscheidung", sagte sie gestern. Für die 54-Jährige beginnt nun die Ursachenforschung: "Scheinbar ist das Wahlprogramm, mit dem ich angetreten bin, bei den Wählern nicht angekommen."

Feldmann will sich trotz ihrer Niederlage bei der gestrigen Bürgermeisterwahl weiterhin als Gemeinderätin engagieren. Allerdings will sie von ihrem Vorschlag, dass die Elternanteile der Schülerbeförderung künftig aus der Gemeindekasse beglichen werden, Abstand nehmen. "Offenbar spielte das bei den Eltern keine Rolle. Ich werde dazu keine Anträge mehr in den Gemeinderat einbringen", so Feldmann.


Höchste Wahlbeteiligung mit 67,5 Prozent in Niederrossau - In Dreiwerden nur 39,9 Prozent

Laut vorläufigem Wahlergebnis lag die Wahlbeteiligung in Niederrossau mit 67,5 Prozent am höchsten. In Dreiwerden war mit 39,9 Prozent die geringste Wahlbeteiligung zu verzeichnen.

Um 18 Uhr hatte zeitgleich die Auszählung der Stimmen in den acht Wahllokalen Schönborn, Dreiwerden, Seifersbach, Hermsdorf, Niederrossau, Moosheim, Oberrossau und Greifendorf sowie der Briefwahlunterlagen begonnen. 212 Wahlberechtigte hatten die Briefwahl beantragt.

Wahlleiterin Regina Ranft spricht von einem "ruhigen Wahlverlauf". Nennenswerte Vorkommnisse habe es nicht gegeben.

Je Wahllokal waren gestern sechs Helfer im Einsatz. Mit den Helfern in der Gemeindeverwaltung waren es insgesamt 54 Freiwillige, die für einen reibungslosen Ablauf der Rossauer Bürgermeisterwahl sorgten. (ule)

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