Ansiedlung von Amazon läuft laut Rathaus ohne Probleme

Frankenberg wird ein Knoten im Netzwerk eines US-Logistik-Konzerns. Weihachten kommen die Pakete - aber nicht 2019.

Frankenberg.

Ein von beiden Seiten unterschriebener Kaufvertrag liegt zwar noch nicht vor, sondern wird noch verhandelt. Aber die Stadtverwaltung von Frankenberg sieht derzeit keinerlei Probleme bei der Neuansiedlung des Logistikanbieters Amazon im Ortsteil Dittersbach. Dies teilte Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU) auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates mit. "Wir gehen davon aus, dass der Verkauf und die Ansiedlung planmäßig erfolgen können", sagte Firmenich öffentlich.

Im August hatte "Freie Presse" berichtet, dass der Logistik-Konzern in Frankenberg ein ortsansässiges Tochterunternehmen gründen und auf circa 5,5 Hektar Fläche im Industriegebiet Dittersbach ein Paket-Verteilzentrum errichten will. Vergleichbare Einrichtungen existieren bereits in Olching bei München, in Berlin, Mannheim, Köln, Düsseldorf, Bochum und in Raunheim. Dabei will Amazon nach eigenen Angaben lokalen Lieferpartnern die Möglichkeit bieten, mit dem Konzern zu wachsen. Gemeinsam wolle man Kapazität und Flexibilität auf der letzten Meile zum Kunden steigern.

Die zwei für die Neuansiedlung ausgesuchten Grundstücke gehören der Stadt Frankenberg und der kommunalen Wohnungsgesellschaft Frankenberg. Sie sind 1,77 Hektar und 3,78 Hektar groß. Der Stadtrat hatte dem Verkauf der beiden Areale an den von Amazon ausgesuchten Bauträger bereits früher zugestimmt. Der Kaufpreis für die Grundstücke beträgt 13 Euro pro Quadratmeter.

Die Stadtverwaltung rechnet infolge der Neuansiedlung mit Gewerbesteuereinnahmen in fünfstelliger Höhe. Amazon hat dem Bürgermeister nach dessen Worten zugesichert, ein ortsansässiges Tochterunternehmen zu gründen. Das Rathaus geht von 150 neuen Stellen aus, zu Spitzenzeiten 250. Am Standort solle in drei Schichten gearbeitet werden. Der Logistiker habe zugesichert, die Arbeiter mit mehr als dem Mindestlohn zu bezahlen. Unternehmensziel sei es, so Firmenich, den Betrieb vor dem Weihnachtsgeschäft 2020 aufzunehmen.

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