Apfelbaum für Tag der Sachsen schlägt in Frankenberg Wurzeln

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Bei der Vergabe des Festes 2022 nach Frankenberg erhielt die Stadt auch einen Setzling. Dieser kam am Montag im Mühlbachtal in die Erde. Es ist ein Pilotprojekt.

Frankenberg.

Wenn man Kaiserwetter bestellen kann, kennen die Frankenberger die Adresse dafür. Das Mühlbachtal badete in der Sonne, als Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler, Bürgermeister Thomas Firmenich (beide CDU) und Udo Seiffert, Vizepräsident des Landesverbandes Sachsen der Kleingärtner, am Montag einen Baum pflanzten. "Der Apfelbaum ist immer ein Zeichen der Hoffnung", sagte Rößler, der in seiner Funktion als Präsident des Kuratoriums Tag der Sachsen angereist war. "Es kommen bessere Zeiten", sagte Rößler. Wann das sein wird, verriet er nicht.

Das Bäumchen hatte die Stadt bei der offiziellen Staffelübergabe als neue Ausrichterstadt überreicht bekommen. Rößler hatte dabei nicht nur die tollen Voraussetzungen Frankenbergs für das Fest herausgehoben, sondern auch die überzeugende Präsentation der Stadt der Landesgartenschau 2019 gelobt.

Im Anschluss an die Sitzung erfolgte die symbolische Übergabe für die Ausrichtung. Rößler übernahm den Staffelstab vom Freitaler Oberbürgermeister Uwe Rumberg und übergab ihn an Thomas Firmenich. Die beiden Städte Freital und Frankenberg verbinde unter anderem ihre von Erfindungsreichtum und Pioniergeist geprägte Industriegeschichte, betonten die Rathauschefs.

Daran anknüpfend kam kein X-beliebiger, sondern ein besonderer Baum in den Boden unterhalb der Sachsenstraße: Hier in den Paradiesgärten im Mühlbachtal steht nun ein Winterapfel der Sorte Pilot. "Er wurde in Sachsen gezüchtet, und der Name fängt wie alle Sorten aus Pillnitz mit einem P an", erklärte Kleingärtner Udo Seiffert. Die Pflanzzeit sei perfekt. Wo der Baum Wurzeln schlägt, soll sich beim Sachsentag die Kleingartenmeile erstrecken. "Möge der Baum lange an den Tag der Sachsen in Frankenberg erinnern und viele Äpfel tragen", so Thomas Firmenich.

Beim eigentlichen Pflanzen bewies Rößler gärtnerisches Geschick. "Als Sohn eines Gärtnermeisters ist das kein Wunder", sagte der Landtagspräsident. "Ich habe sämtliche Schulferien auf Feldern verbracht und unzählige Bäume gepflanzt", erzählte er. Mit Jana Hilger, Frankenbergs Sachbearbeiterin Garten- und Landschaftsbau, und Thomas Schneider vom städtischen Bauhof war sich Rößler einig: "Wir brauchen einen Gießrand."

Der Tag der Sachsen ist das größte Vereins- und Volksfest im Freistaat und wird seit 1992 veranstaltet. Wegen der Pandemie wurden die in Aue-Bad Schlema (2020) und Freital (2021) geplanten Feste verschoben. Der 29. Tag der Sachsen findet im kommenden Jahr vom 9. bis 11. September in Frankenberg statt. Damit er gelingt, muss die Stadt nun nur noch gutes Wetter bestellen.

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