Arbeiten: Museum schließt zwei Wochen

Lampen einbauen, Beschriftungen neu machen, Böden aufarbeiten - im Mittweidaer Museum steht dieses Jahr ein straffes Programm an.

Mittweida.

Ungewöhnlicher Arbeitsort für das Vermessungsteam: Eingepackt in dicke Jacken, mit Stirnlampe und Helm ausgerüstet haben Elfi Baumann und ihr Kollege Michael Morgner gestern zwei Speicherkeller gegenüber des Mittweidaer Museums "Alte Pfarrhäuser" vermessen. Die Räume unter dem Kirchhof wurden erst vor wenigen Tagen geöffnet. Im Laufe des Jahres soll in den Kellern eine Beleuchtung eingebaut werden. Die Museumsmitarbeiter haben sich für dieses Jahr aber noch einiges mehr vorgenommen.

Keller herrichten: In einem der kürzlich geöffneten Keller unter dem Kirchhof lag laut Museumschefin Sibylle Karsch eine große Menge Müll. "Außerdem haben wir alte Schuhe und auch Teile von einem Auto gefunden, die eingelagert waren. Der Keller war lange Zeit verschlossen", sagte sie. Die Keller sollen künftig auch für Veranstaltungen genutzt werden. Gestern haben die Vermesser den Grundriss von zwei Kellern ermittelt und gemessen, wie hoch die Räume sind. Dadurch soll errechnet werden, wie breit die Erdschicht zwischen dem Kirchhof und dem Keller ist. Denn das ist für den perspektivisch geplanten Umbau des Kirchhofs wichtig, erklärten die Vermesser. Brandschutz verbessern: Das Museum "Alte Pfarrhäuser" soll dieses Jahr eine neue Brandmeldeanlage bekommen. Denn wie Sibylle Karsch in dieser Woche den Mitgliedern des Schul- und Sozialausschusses des Stadtrates erklärte, gebe es mit der vorhandenen zunehmend Probleme. "Erst kürzlich hatten wir falschen Alarm. Die Feuerwehr war deswegen ausgerückt", sagte sie. Grund sei ein Defekt gewesen.

Sicherheit erhöhen: Im Johannes-Schilling-Haus, in dem große Teile des künstlerischen Nachlasses des Bildhauers gezeigt werden, soll dieses Jahr in die Erhöhung der Sicherheit investiert werden. Dadurch will die Stadt das Gebäude noch besser gegen Einbrecher schützen. "Darüber sind wir sehr froh", sagt Karsch.

Böden abschleifen: Nach den Sommerferien wird das Mittweidaer Museum dieses Jahr zwei Wochen schließen. Denn in der oberen Etage sollen in dieser Zeit die Holzböden abgeschliffen und versiegelt werden. Im vergangenen Jahr wurden diese Arbeiten bereits im Erdgeschoss erledigt. "Das hatten wir bei laufendem Betrieb gemacht, aber festgestellt, dass das nicht optimal ist", so die Museumsleiterin. Daher habe man sich für die Schließzeit entschieden.

Beschriftungen erneuern: An den Ausstellungsstücken im Museum wollen die Mitarbeiter dieses Jahr die Beschriftungen erneuern. Denn die vorhandene würden stellenweise abblättern. "Das muss man nach einigen Jahren mal machen", erklärt Sibylle Karsch.

Stücke restaurieren: Zwei Ausstellungsstücke zur Mittweidaer Stadtgeschichte will das Museum dieses Jahr restaurieren lassen. Laut Karsch handelt es sich um das für die Handwerksgeschichte bedeutsame Seilerrad - ein Werkzeug zum Fertigen von Fäden und Stricken - und um eine Schützenscheibe, die in der Dauerausstellung gezeigt wird.

Flyer drucken: Für das Erich-Loest-Haus und auch für das Johannes-Schilling-Haus gibt es bereits Werbeflyer, die die Ausstellungen vorstellen. Auch für das Museum selbst sollen dieses Jahr kleine Broschüren erscheinen. "Wir werden das Haus mit Fotos und Text vorstellen. Noch vor dem Sommer sind die Flyer fertig", sagte die Museumschefin.

Sonderausstellungen Am 9. April eröffnet im Mittweidaer Museum eine Sonderschau unter dem Motto "180 Jahre Bürgerschule Mittweida". Sie wird bis 5. Juni zu sehen sein. Ab 18. Juni wird in der Einrichtung die Schau "Gesteine der Region" gezeigt. Der Klöppelzirkel Ringethal zeigt ab 24. September Stücke aus seinem 30-jährigen Bestehen. Vom 3. Dezember bis ins nächste Jahr wird eine Modelleisenbahnausstellung gezeigt.

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