Auf dem Supermarkt-Parkplatz drohen sonntags Knöllchen

Das innerstädtische Frankenberger Verkehrskonzept zur Landesgartenschau geht zwar auf. Doch an einem Punkt gibt es Aufregung.

Frankenberg.

Nach der Hälfte der Landesgartenschau-Zeit ist der Beigeordnete Ralf-Peter Regner mit der Verkehrssituation zufrieden. "Der Parkplatz Am Damm wird gut angenommen. Auch die Bewohnerausweise haben sich bewährt", sagt er. Selbst die Nutzer des gesperrten Parkdecks an der Parkstraße seien ausgewichen und hätten sich Alternativen gesucht.

Ärger gibt es allerdings nahe dem Haupteingang der Gartenschau. Auf dem Parkplatz vor dem Discounter Lidl an der B 169 werden Parksünder abgestraft. Wer sein Auto ohne Parkscheibe und länger als die für Kunden freigestellte Zeit abstellt, wird zur Kasse gebeten. So auch Gert Werner aus Niederwiesa. "Himmelfahrt stellte ich mich auf den Lidl-Parkplatz", sagt er. Dafür sei er von der Firma Park & Control mit 36,50Euro abgestraft worden. Die Summe bestehe aus 30 Euro Vertragsstrafe, 4 Euro für die Halterermittlung und 2,50 Euro Mahngebühr. Werner moniert, dass er an Sonn- und Feiertagen keinem Kunden den Parkplatz wegnehme. "Wir möchten sicherstellen, dass unsere Kunden jederzeit einen Parkplatz vorfinden und somit ihren Einkauf schnell und bequem erledigen können", antwortete Lidl. Die Beschilderung vor Ort sei zu beachten.


"Dazu gab es auch bei uns Beschwerden von Besuchern", erklärt Ralf-Peter Regner. Niemand rechne damit, dass der private Sicherheitsdienst auch sonntags und an Wochenenden kontrolliere. Dies sei aber eine privatwirtschaftliche Angelegenheit. "Darauf haben wir als Kommune keinen Einfluss", so der Beigeordnete.

Fein raus sind hingegen jene Frankenberger, denen die Stadt die 86 Bewohnerausweise ausgestellt hat. "Einige Anträge mussten wir ablehnen, da die Leute nicht hier gemeldet sind", sagt Regner. Nach Bürgerhinweisen seien aber auch zusätzliche Ausweise für die Chemnitzer Straße und die Töpferstraße ausgestellt worden. Für Mitarbeiter der dort ansässigen Firmen sei es mangels Frankenberger Meldeadresse schwierig gewesen. "Aber wir haben Lösungen gefunden." Mit 51 von 74Stellplätzen zum Mieten seien 69Prozent der Angebote belegt. Freie Plätze gebe es noch in der Schlachthofstraße (17), Parkstraße (2) und in der Sachsenstraße (4).

Vor der Neueinstellung war ein Mitarbeiter im Ordnungsamt mit 20Wochenstunden unter anderem für den ruhenden Verkehr zuständig. Nun sind es drei Mitarbeiter mit insgesamt 90 Stunden pro Woche. Die Folge: Die Zahl der geahndeten Park-Verstöße haben sich im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht.

www.freiepresse.de/laga2019

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