Aus altem Schweinestall soll Pferdegestüt werden

Gemeinderat Claußnitz befürwortet Vorhaben und muss Planvorgaben ändern

Claußnitz.

Wie starr muss sich die Gemeinde an den eigenen Flächennutzungsplan halten? Diese Frage hat den Claußnitzer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Ein Bauherr will aus einer Mehrzweckhalle auf dem Areal am ehemaligen Schweinestall an der Chemnitzer Straße Pferdestall und Lagerraum machen. Doch das Gebäude befindet sich planungsrechtlich im Außenbereich der Gemeinde. Das Flurstück sei als Fläche für Landwirtschaft dargestellt. Laut der stellvertretenden Bürgermeisterin Susanne Thurm (FWC) geht es bei der geplanten Nutzung aber nicht um Tierhaltung für die Landwirtschaft. Die Pferde sollen in der Reitpädagogik eingesetzt werden. "Es handelt sich somit um kein privilegiertes Vorhaben", teilte die Bauverwaltung mit. Ein Bauvorhaben auf dem Grundstück sei daher streng genommen nicht ohne Weiteres zulässig. Diese Auffassung sorgte im Gemeinderat für Diskussion. "Auf dem Gelände droht zunehmend der Verfall", sagte Wolfgang Delling (FWC). Seiner Ansicht nach sollte der Rat nicht zögern und es positiv sehen, dass jemand der Halle wieder Leben einhauchen will. Der Antrag des Bauherrn enthalte wenig Erklärendes, kritisierte zwar ein anderer Gemeinderat. Trotzdem stimmten die Räte zu. Es sei für die Gemeinde von Vorteil, wenn sich an dieser Stelle etwas bewege und eine Nutzung in Aussicht stehe, urteilten sie. Streng genommen gehe es zwar nicht um Landwirtschaft, jedoch um Tierhaltung. Laut Bauamt lassen die Gesetze diese Entscheidung zu. (tür)


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