Badbetreiber zufrieden - heißer Sommer sorgt für Rekorde

Einige Freizeitstätten haben schon geschlossen, andere sind noch einige Tage geöffnet. Was alle eint: Die monatelange Hitzeperiode hat Scharen von Besuchern angelockt.

Mittweida.

Für die Landwirtschaft ein Fluch, für die Freibäder ein Segen - der Supersommer 2018 sorgt bei den Badbetreibern in diesem Jahr für zufriedene Gesichter. "Freie Presse" hat sich bei ihnen umgehört.

Mittweida: Geplant ist, das Mittweidaer Freibad bis Ende September zu öffnen, erklärt Sport- und Kulturbetriebschefin Constanze Winkler. In dieser Saison zählte das Mittweidaer Bad bisher 89.500 Gäste - etwa 20 Prozent mehr als üblich. 129 Saisonkarten für Erwachsene, 144 Familiensaisonkarten und 87 Saisonkarten für Kinder wurden verkauft. 5124 Personen aus Kindertageseinrichtungen der Stadt Mittweida seien kostenfrei im Freibad gewesen. Der Tag mit den meisten Badegästen war in diesem Jahr der 25. Juli.

Altmittweida: Wegen des Baus eines neuen Funktionsgebäudes war die Saison im Altmittweidaer Freibad dieses Jahr etwa sechs Wochen kürzer als in den Vorjahren. Dennoch kamen laut Schwimmmeister Rando Gelbrich bisher etwa 8500 Badegäste. "Das sind etwa 40 Prozent mehr als in normalen Jahren", zeigt er sich zufrieden. 2017 wurden in der vollen Saison rund 5500 Besucher gezählt. Verkauft wurden in dieser Saison 90 Jahreskarten. "Die Kinder des Hortes waren sehr oft zu Gast. Für sie war der Badbesuch kostenfrei", so Gelbrich. Das neue Funktionsgebäude, in dem Toiletten, Umkleideräume, ein Imbiss und der Schwimmmeister-Raum untergebracht sind, sei sehr gut angenommen worden. Einziger Wermutstropfen sei gewesen, dass für diese Saison kein Imbissbetreiber gefunden werden konnte. Im nächsten Jahr wolle man diesen auf jeden Fall mit anbieten. Am Dienstag soll das Altmittweidaer Bad schließen. Hainichen: Das Bad in Hainichen verzeichnet laut Bürgermeister Dieter Greysinger seit 15 Jahren erstmals wieder einen Besucherrekord. Es war am 26. Mai in die Saison gestartet und soll am Sonntag zum letzten Mal geöffnet sein. "Die Besucher haben an diesem Tag freien Eintritt", so der Bürgermeister. In dieser Saison wurden bisher 33.042 Badegäste gezählt. Hinzu kommen laut Greysinger 1499 nicht zahlende Kinder und Jugendliche aus Schulen und Kitas in Trägerschaft der Stadt. Es wurden insgesamt 262 Saisonkarten zur Verfügung gestellt. Davon wurden 179 verkauft und 83 kostenlos bereitgestellt, beispielsweise für Schulanfänger, Wasserwacht und Feuerwehr. Besucherstärkster Tag war der 7. August mit 736 Badegästen. 2017 wurden 9453 Besucher gezählt zuzüglich 865 nicht zahlende Kinder und Jugendliche. In diesem Jahr musste das Großspielgerät im Wasser ausgetauscht werden. Es sei von den Besuchern aber wieder sehr gut angenommen worden.

Sachsenburg: Das Sachsenburger Bad, das vom TSV Dittersbach betrieben wird, hatte vom 26. Mai bis 2. September geöffnet. Begrüßt wurden 11.873 Badegäste, teilt Vereinsvorsitzender Roland Porst mit. Mit der Saison 2018 sei er zufrieden. Voriges Jahr waren 6063 Badegäste gekommen. Der jährliche Durchschnitt liege bei 6879 Besuchern. Im Rahmen der Ferienbetreuung von Kindern kommunaler Einrichtungen der Stadt Frankenberg konnten 721 Mädchen und Jungen das Bad unentgeltlich nutzen. 28 Saisontickets wurden verkauft. Nachteilig hätten sich die Bauarbeiten auf der Verbindungsstraße Frankenberg--Sachsenburg ausgewirkt. "Das sorgte bei den Badegästen zum Teil für Unmut", so Porst. Trotzdem sei das Bad jeweils von einer Seite zu erreichen gewesen. Penig: Das Peniger Bad, das von der ABS Burgstädt betrieben wird und wegen des guten Wetters am 28. Mai bereits vier Tage eher als sonst öffnete, registrierte bis 31. August bereits 25.183 Badegäste. Laut Stadtsprecherin Manuela Tschök-Engelhardt ist das schon ein neuer Rekord, denn im Vorjahr kamen nur 13.870 Gäste. "3114 Besucher, ausschließlich Kinder unserer Einrichtungen, besuchten das Bad kostenfrei", erklärt sie. Großer Beliebtheit erfreue sich das 2017 neu errichtete Planschbecken. "Auch die Speiseversorgung am Kiosk und die beschatteten Liegeflächen wurden gut angenommen." Bis 15. September soll das Bad noch geöffnet bleiben.

Rochlitz: "Der Badbetrieb lief hervorragend. Die Besucherzahlen waren bisher überaus zufriedenstellend, es gab keine negativen Zwischenfälle", schätzt der Rochlitzer OB Frank Dehne ein. Bis 29. August wurden 28.467 zahlende Badegäste begrüßt. Die Zahl erhöhe sich noch, da erst nach Saisonende die Besuchergruppen mit eingerechnet werden. Zum Vergleich: 2017 wurden 16.989 Gäste gezählt, mit den Besuchergruppen waren es insgesamt 22.293 Gäste. Geschlossen werden soll voraussichtlich am 16. September. Die Zahl der verkauften Saisonkarten für Erwachsene stieg auf 34 im Vergleich zu 26 im Vorjahr. Bei den Kindern wurden 32 Saisontickets verkauft, 2017 waren es 33 Stück. Der besucherstärkste Tag war der 31. Juli mit 889 Badegästen.

Geringswalde: Ins Geringswalder Freibad, das am 19. Mai öffnete und am kommenden Sonntag schließt, kamen in dieser Saison 21.166 Badegäste. 2017 wurde mit 10.407 Besuchern knapp die Hälfte gezählt. "Dieses Jahr kann man mit den Jahren 2003 und 2006 vergleichen, wo wir ähnlich hohe Besucherzahlen hatten", sagt Schwimmmeister Lutz Porsche. 34 Jahreskarten seien verkauft worden. Die Zehner-Karten, von denen 250 an Erwachsene, über 100 an Jugendliche und weitere an Kinder ausgegeben wurden, mussten wegen der großen Nachfrage nachbestellt werden. Die Rutsche, das Planschbecken und der Sitzbereich seien besonders rege genutzt worden. Der besucherstärkste Tag war der 7. August mit 675 Gästen. Allgemein aber sei zu spüren, dass sich die Bäderlandschaft insgesamt verändere. Beispielsweise die neu entstandenen Leipziger Seen würden Badegäste aus der Region abziehen, so Porsche.

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