Bagger beißt sich in die alte SED-Kreisleitung

Der Abriss der Brache Turnerstraße 12 und 14 in Hainichen geht voran. Seit einigen Tagen frisst sich der Bagger durch Dach und Mauerwerk, die Straße ist gesperrt. Der Stadtrat hatte den knapp 160.000 Euro teuren Abriss an die Firma Sippel & Sohn aus Aue vergeben. Die Stadt muss einen Eigenanteil von rund 28.000 Euro aufbringen. Der Abbruch soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die Gebäude sind als Sitz der früheren Kreisleitung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) bekannt. Nach der Wende war für einige Zeit die Lokalredaktion der "Freien Presse" in das Gebäude eingezogen. Auch ein Notar, eine Computerfirma, eine Handelsgesellschaft und die Barmer-Krankenkasse - damals mit dem heutigen Bürgermeister Dieter Greysinger als Leiter - hatten dort ihren Sitz. Seit gut 25 Jahren stehen die Häuser, die in Privatbesitz waren, leer. Über viele Jahre musste die Stadt, die über eine Versteigerung das Objekt zum Zweck des Abrisses erwarb, Notsicherungen vornehmen lassen. (fa)

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