Bereit für große Wettkämpfe

Nach fast vier Jahren Umbauzeit ist das Mittweidaer Stadion eröffnet worden. Der Landkreis kann sich damit nun für die Austragung von Landes- und Mitteldeutschen Meisterschaften in der Leichtathletik bewerben.

Mittweida.

Fußball, Weitsprung, Boxen und Judo: "Sport frei" hieß es am Wochenende im Mittweidaer Stadion an der Leipziger Straße. Nach knapp vier Jahren Umbauzeit ist die Sportstätte am Samstag mit einem Tag der offenen Tür wiedereröffnet worden. Bis zum Abend schauten sich zahlreiche Besucher die neue Anlage an. Die "Freie Presse" stellt das Millionen-Projekt, das Mittweida zu einem der sächsischen Leuchttürme im Bereich der Leichtathletik macht, vor.

Tiefbrunnen zum Bewässern: Herzstück des Stadions ist das Fußballfeld. Die gesamte Fläche wurde während der Bauzeit aufgebaggert. Ein Bach, der unterirdisch am Rand des Feldes verläuft, wurde neu verrohrt. Später wurde die Spielfläche wieder angelegt. Ein Bewässerungssystem, mit dem der Rasen gepflegt wird, zieht Wasser aus zwei Tiefbrunnen, die extra gebohrt worden sind. Der Rasen selbst wurde im Frühjahr dieses Jahres eingesät und über Wochen gepflegt. Ein automatischer Mähroboter, den die Stadt gekauft hat, sorgt dafür, dass das Gras stets auf einer Länge bleibt. Laut Constanze Winkler vom Sport- und Kulturbetrieb Mittweidas hält der Fußballrasen einer wöchentlichen Belastung von 20 bis maximal 25 Stunden Stand. Nur zwei B-Anlagen in Sachsen: Statt wie früher 360 Meter ist die Laufbahn im Stadion nun 400 Meter lang. "Es war schwer, das in den vorhandenen Grenzen zu realisieren", sagte Mittweidas Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU). Zudem würden Laufbahn, Sprunganlagen und Fußballfeld jetzt einen halben Meter höher liegen als vorher. Wie Schreiber erklärte, ist Mittweida ab jetzt eine von nur zwei Städten in Sachsen, die eine B-Anlage für die Leichtathletik besitzen. Das ermögliche die Austragung von Landes- und Mitteldeutschen Meisterschaften. Damit könnten von nun an auch überregionale Wettkämpfe in Mittelsachsen stattfinden.

Tribüne ist auch Trainingsstätte: Die neue Tribüne bietet 210 Zuschauern Platz zum Sitzen. Zudem sind in dem Gebäude neben Umkleide- und Sanitärräumen auch ein Schiedsrichterraum, Geräteräume und der Trainingsraum der Judo-Sportler der HSG Mittweida untergebracht. "Die Judoka haben damit nun ihr eigenes Domizil", so Schreiber. Seit Mai 2015 können die Sportler dort schon trainieren.

CFC-Spiel Morgen trifft der SV Germania Mittweida bei einem Freundschaftsspiel auf den Chemnitzer FC. Anstoß ist 18 Uhr. Einlass ab 17 Uhr. Karten gibt es für 5, ermäßigt 3 Euro im Bürger- und Gästebüro im Rathaus und im Info-Zentrum T9.

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