Bibliothek: Rochlitz passt Entgelte an

Der Service ist besser denn je: Ein Lesecafé lädt zum Verweilen ein, und dank Wlan kann im Internet gesurft werden.

Rochlitz.

Die Nutzer der Rochlitzer Stadtbibliothek müssen tiefer in die Tasche greifen. Künftig beträgt das Jahresentgelt 24 Euro pro Person. Bis dato fielen jährlich 5 Euro an. Schüler, Studenten und Auszubildende zahlen genauso wie etwa Schwerbehinderte 12 Euro - zuvor waren es 2,50 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren wird wie bisher kein Entgelt erhoben. Diejenigen, die verspätet ihr Buch oder ein anderes ausgeliehenes Medium zurückgeben, müssen 2 Euro hinlegen. Zudem können Besucher, die die Bibliothek nur gelegentlich nutzen und daher keinen Jahresbeitrag aufbringen wollen, ebenfalls Medien ausleihen. Für diese sogenannte Kurzleihe fällt jeweils ein Entgelt in Höhe von 3,50 Euro an.

Die Stadt Rochlitz dreht an der Entgeltschraube, weil sich die Bedingungen für die Nutzer durch die Sanierung der Einrichtung wesentlich verbessern. Die Kommune hatte in das Haus an der Schulgasse, das fortan den Namen Alte Lateinschule trägt, in den vergangenen zweieinhalb Jahren in Summe annähernd 3,5 Millionen Euro investiert. Die Besucher können nicht nur in gemütlichen Sitzecken und Nischen lesen. Auch ein Lesecafé wird eingerichtet. In den meterlangen Regalreihen im Erdgeschoss sowie im ersten Stock steht zudem eine breite Auswahl an Büchern, CDs, DVDs und anderen Medien parat - in Summe immerhin knapp 26.000 Stück. Außerdem gibt es Computerarbeitsplätze für die Nutzer, mit denen unter anderem auch Ausdrucke angefertigt werden können. Im gesamten Gebäude steht ein kostenfreier Internetzugang über Wlan zur Verfügung.

Die Bedingungen bezeichnete Oberbürgermeister Frank Dehne (parteilos) jüngst im Stadtrat als hervorragend. Eine Erhöhung der Tarife sei daher angemessen. Das sahen auch die Stadträte so, die die neue Entgelt- und Benutzerordnung absegneten. Die Einrichtung öffnet nach der Sanierung erstmals am kommenden Montag, 8. Juni, ihre Türen. (acr)

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