Breitband: Mehr als 25.000 Euro pro Anschluss

Fördermittelanträge für Oberschöna, Reinsberg und Großschirma gestellt

Freiberg.

Der Landkreis hat am Freitag bei Bund und Land Fördermittelanträge für den Breitbandausbau im Cluster E eingereicht, das Großschirma, Oberschöna und Reinsberg umfasst. "Ziel ist, den Bundesbescheid noch im Haushaltsjahr 2019 zu erhalten", wird Mittelsachsens Breitbandkoordinator Mattias Borm zitiert. Das Cluster umfasst 1836 förderfähige Anschlüsse - 782 in Großschirma, 428 in Oberschöna, 626 in Reinsberg - mit einem Ausbauvolumen von rund 46,6 Millionen Euro. Hinzu kämen die Grundschulen in Siebenlehn, Großschirma, Oberschöna und Neukirchen, für deren Breitband-Anbindung rund 200.000 Euro beantragt seien. "Im nächsten Schritt ist die Vergabe der Beratung geplant. Voraussetzung sind die positiven Bundes- und Landesbescheide", so Borm. Die Förderquote vom Bund betrage 60Prozent, vom Land 30Prozent; die Gewerbegebietsanschlüsse würden später clusterübergreifend nochmals beantragt.

"Wir hoffen auf schnellste Umsetzung", sagte Großschirmas Bürgermeister Volkmar Schreiter (FDP). Daneben müsse die Stadt die Telekom in die Pflicht nehmen, um deren Ausbauzusage insbesondere für Teile von Siebenlehn bald wahrzumachen. "So war eigentlich deren Ansage - spätestens 2020", so Schreiter. "Allein hätten wir das nicht angepackt", freut sich Oberschönas Bürgermeister Rico Gerhardt (CDU), dass der Kreis die Regie beim Breitbandausbau hat. Die Gemeinde habe keine Kosten. In Oberschöna gebe es die besondere Situation, so der Rathauschef, dass gut 1000 Haushalte über die Antennenanlage mit schnellem Internet versorgt werden könnten. Die Gemeinde hat die zu DDR-Zeit verlegten Kabel an eine Firma verpachtet, die die Technik aufrüstet. Doch gebe es Klärungsbedarf, so Gerhardt: "Die Leitungen verlaufen durch private Grundstücke. Das hat in der Vergangenheit keine Rolle gespielt, wird jetzt aber Thema." (jan/hh)

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