Dachdecker gibt seinen Leuten hitzefrei

Kühlen Kopf bewahren Heute: Andreas Winkler

Hainichen.

Sie sind der Sonne immer ein Stück näher, und für feurige Hitze sorgen ihre Arbeitsgeräte zu jeder Jahreszeit - die Dachdecker haben derzeit einen besonders schweren Job. Der Meisterbetrieb von Andreas Winkler aus Hainichen hat dieser Tage auf dem Dach einer Werkhalle in Hainichen zu tun. Dort wird eine neue Abdeckung aufgebracht. "Der Brenner für die Dachpappe erreicht locker 350 Grad", erklärt Winkler. "Meine Leute sind da oben in der prallen Sonne echt nicht zu beneiden." Deshalb hat er den Mitarbeitern gestern am wohl heißesten Tag der Woche auch hitzefrei gegeben, Arbeitsende war somit schon 13 Uhr. "Wasser bekommen sie ohnehin, so viel sie wollen", erklärt der Hainichener, der selbst seit 1992 auf dem Dach arbeitet.

Heute sitzt er als Chef aber die meiste Zeit im Büro, derzeit natürlich in kurzen Hosen. "Wenn man die Verantwortung für einen Handwerksbetrieb hat, kommt man selbst nicht mehr zu oft zur Arbeit auf die Dächer", erläutert Winkler, den in Hainichen viele kennen. Im Stadtbild fällt er mit seinen langen Dreadlocks (verfilzten Haaren) ohnehin auf. Auch als Turner ist er bekannt. "Ich mache gern Urlaub in warmen Ländern, komme selbst aber auch im Schatten schnell ins schwitzen", gesteht er ein. "An eine so lange Hitzeperiode kann ich mich nicht erinnern. 2003 war es schon mal extrem, aber nicht so lange. Ich habe inzwischen schon überlegt, den Mitarbeiter kostenlos Sonnencreme anzubieten. Was hilft, ist auf jeden Fall schon früh am Morgen mit der Arbeit anzufangen." (fa)

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