Damit in Moosheim weiter das Licht angeht

Vom Rossauer Ortsteil bis Greifendorf setzt Mitnetz Strom bei der Erneuerung des Mittelspannungsnetzes auf Erdkabel. Diese Lösung ist keineswegs üblich.

Rossau.

Rund 2100 Meter Strom-Freileitung in Moosheim sowie nach Greifendorf haben bald ausgedient. Wie Maritha Dittmer, Geschäftsführerin der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft an der Envia zur jüngsten Gemeinderatssitzung erklärte, sollen in den Rossauer Ortsteilen Kabel für das Mittelspannungsnetz in der Erde verlegt werden.

Mitnetz Strom, der Netzbetreiber des Energieversorgers Envia M, habe im März mit der Modernisierung des Netzes in Moosheim begonnen, erläuterte Unternehmenssprecher Stefan Buscher. Weiter sei geplant, die Freileitungen an der Straße Am Nonnenwald sowie auf der Strecke von Moosheim nach Greifendorf auf insgesamt 2100 Metern durch Erdkabel zu ersetzen. "Die Freileitungen zeigen altersbedingte Verschleißerscheinungen", sagte Buscher. Um die Versorgungszuverlässigkeit zu steigern, müsse gebaut werden. Dabei sollten zugleich drei alte Turm-Trafostationen durch neue Kompaktstationen ersetzt und an der Kabeltrasse zwischen Moosheim und Greifendorf eine Trafostation neu gebaut werden. Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich laut Buscher auf rund 270.000 Euro. "Während der Baumaßnahmen kann es zu Verkehrsbehinderungen und kurzzeitigen Stromabschaltungen kommen", informierte der Sprecher. Die Arbeiten am nächsten Abschnitt in Moosheim sollen nach seinen Angaben Ende des dritten Quartals beginnen und Anfang 2019 abgeschlossen sein.

Wann die rund 900 Meter Kabel zwischen den Ortsteilen verlegt werden, stehe hingegen noch nicht fest, so Buscher. Laut Dittmer ist die Maßnahme "perspektivisch geplant". Buscher geht von einem Baubeginn 2019 aus. Wie Dittmer auf Nachfrage der "Freien Presse" erklärte, ist die Entscheidung für Erdkabel in diesem Bereich auf Grund der Funktionalität gefallen. Diese Lösung werde nicht generell angestrebt, weil der höhere Aufwand die Netzentgelte in die Höhe treiben würde, sagte sie. Außerdem könne die Schneise über dem Kabelkanal nur eingeschränkt genutzt werden. Bäume dürfen dort nicht wachsen und der Zugang muss jederzeit gewährleistet sein, damit Techniker schnell an die unterirdisch verlegten Kabel kommen können.

Ein Risikoatlas weise aber beispielsweise Gebiete aus, in denen bei Orkantiefs schwere Schäden an den Freileitungen drohen. In diesen Fällen seien unterirdische Kabel für die Versorgungssicherheit sinnvoll und damit im Interesse der Allgemeinheit.

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