Den Glocken so nahe wie lange nicht wieder

250 Gäste haben die festlichen Weihe erlebt. Aufgehängt wird das Geläut der Erlauer Kirche im Dezember.

Erlau.

Mit einem Festgottesdienst sind am Reformationstag die zwei neuen Glocken sowie die alte Glocke der Erlauer Kirche geweiht worden. Etwa 250 Bürger von Erlau und Gäste nahmen an dem Fest teil. Pfarrerin Astrid Zlotowski klärte während des Gottesdienstes die Bedeutung der Glocken auf und stellte die Glocken und ihre Inschriften vor. Neu gegossen wurden die Friedensglocke und die Jubelglocke, die unter anderen bei Taufen erklingt. Die große Glocke erhielt den Namen Sophia (altgriechisch Weisheit). "Wir wollten sie nicht einfach ,die Alte' nennen", erklärte die Pfarrerin.

Während des Festgottesdienstes hatten die Gäste auch die Möglichkeit, die Glocken mit Blumen zu begrüßen und ihnen so nahe zu kommen, wie es für lange Zeit nicht mehr möglich sein wird. Denn im Dezember sollen die Glocken mit einem Kran in den Turm der Erlauer Kirche gehoben werden.

Im Gotteshaus wird derzeit gebaut. So wurde die Dielung auf dem Dachboden entfernt, damit die Bauingenieure planen konnten, wie man dem Dachreiter die mechanische Stabilität zurückgeben kann. Nach dem Öffnen der Dachtraufbereiche seien erhebliche Schäden an den Balkenköpfen des Tragewerkes sichtbar geworden. Zusätzlich hatte sich der tragende Längsbalken im Altarbereich abgesenkt. Stützbalken und ein Montagegerüst zwingen die Kirchgemeinde bei Veranstaltungen in der Kirche deshalb zum Improvisieren. Nach dem Aufhängen der Glocken beginnen logistisch anspruchsvolle Innenarbeiten, so der Kirchenvorstand. Bis jetzt seien rund 20.000 Euro Spenden bei der Kirchgemeinde eingegangen. Wegen der gestiegenen Baukosten werde weiteres Geld benötigt. (mit ule)

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...