Der "Fußball-Gott" von Mittweida

Den Spitznamen wird Xaver Heyn nun wohl nicht so schnell los. Immerhin hat ihn Kultmoderator Gert Zimmerman nun öffentlich eingeführt.

Mittweida.

Noch vor dem Finalspiel im Turnier um den Udo-Steinberg-Pokal im Stadion am Schwanenteich ist am Samstag ein junger Spieler des SV Germania Mittweida in den Fußballer-Himmel aufgestiegen. MDR-Hörfunkmoderator Gert Zimmermann, der vielen Sportfans als Kultmoderator bekannt ist, hatte den Spieler mit der Nummer 8 zum "Fußball-Gott" gekürt.

Anlass war aber weniger die spielerische Leistung des 17-Jährigen, vielmehr stand der Name von Xaver Heyn nicht auf der Liste Zimmermanns, der vom Spielfeldrand die Begegnungen in seiner gewohnt unterhaltsamen Art für das Publikum auf der Tribüne kommentierte. So rief er den Spieler kurzerhand in der Halbzeit-Pause der Begegnung von Mittweida gegen den FC Erzgebirge Aue zu sich, um ihn nach seinem Namen zu fragen. Heyn antwortete spontan mit "Fußball-Gott". "Ich hab mir einfach einen Spaß daraus gemacht", sagte der 17-Jährige nach dem Spiel.


Die verbale Flanke war für Zimmermann eine Steilvorlage zum Running Gag, in der zweiten Spielhälfte brachte der bei jeder sich bietenden Gelegenheit den "Fußball-Gott" ins Spiel der Moderation. So unter Druck gesetzt, schien es den 17-Jährigen dann am Ende doch noch einige Nerven gekostet zu haben. Denn beim entscheidenden Elfmeter-Duell der Mannschaft gegen Aue landete dessen erster Schuss weit über dem Tor. Beim zweiten Versuch verwandelte Heyn aber souverän und war damit am Sieg gegen die höherklassig spielende Mannschaft aus Aue und dem Einzug der B-Jugend-Elf des Gastgeber-Vereins ins Finale beteiligt.

So behielt der Mittweidaer Spieler, der seit 13 Jahren beim SV Germania spielt, auch nach der Begegnung seinen Humor und ging mit einem Lächeln über die Einlage von Gert Zimmermann vom Platz. Das Turnier dagegen nahm er durchaus ernst: "Mir ist wichtig, dass wir den Verein hier gut präsentieren", sagte Heyn nach dem Spiel. Die B-Jugendmannschaft des SV Germania wurde letztlich Zweiter.

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