Der lange Weg zum Licht in Moosheim

In dem Rossauer Ortsteil wird die Straßenbeleuchtung erneuert - seit März laufen bereits die Arbeiten. Aber ein Ende ist in Sicht.

Rossau.

In Moosheim wächst bei vielen Einwohnern die Ungeduld. Seit mehreren Monaten wird in dem Rossauer Ortsteil die Straßenbeleuchtung erneuert und auf moderne Leuchtmittel umgerüstet. Bislang sind die Arbeiten jedoch noch nicht abgeschlossen.

"An der Greifendorfer Straße und der Straße Am Nonnenwald gibt es seit März Baustellen, weil dort neue Leuchten installiert werden", schilderte der Moosheimer Ronny Seifert die Lage. Natürlich sei viel zu tun, weil die Länge der Straßen im Dorf zusammengerechnet insgesamt rund 2,5 Kilometer betrage. Für die neuen Lampen mussten Gräben gezogen, Kabel unterirdisch und im Freien verlegt und einige zusätzliche Lampenmasten gesetzt werden. Trotzdem verwundere ihn die lange Bauzeit, so Seifert. Zudem habe er wie andere Anwohner beobachtet, dass immer wieder nur tageweise Arbeitskräfte auf der Baustelle zu sehen waren. Häufig schienen die Arbeiten längere Zeit zu ruhen.

Am 8. Oktober wurde nach seinen Angaben schließlich ein Großteil der neuen Leuchten in Betrieb genommen. Dort, wo nun moderne LED-Leuchten Straßen und Wege beleuchten, gebe es jetzt am Abend und morgens helleres Licht als zuvor. Auf Unverständnis stoße im Ort jedoch, dass sechs Straßenlaternen an der Straße Am Nonnenwald immer noch nicht angeschlossen sind, sagte Seifert.

"Für unser Dorf ist es eine große und teure Baumaßnahme. Der überwiegende Teil der Kosten soll mit Geld aus einem Förderprogramm bezahlt werden. Überschreitet die Baufirma das Zeitlimit, kann der Zuschuss gestrichen werden", sorgt sich Seifert.

Bürgermeister Dietmar Gottwald (parteilos) bestätigte auf Nachfrage der "Freien Presse", dass bis zum 30. November alle Leistungen abgerechnet sein müssen, für die Fördermittel aus einem Programm zur Umsetzung der Leader-Entwicklungsstrategie in der Region Klosterbezirk Altzella im Anspruch genommen werde sollen. Der Fördersatz beträgt dabei 70 Prozent. Der Gemeinderat hatte im Februar den Auftrag an das Baugeschäft Steffen Braune aus dem Rossauer Ortsteil Weinsdorf vergeben. Damit folgte das Gremium der Empfehlung der Verwaltung. Der wirtschaftlichste Anbieter veranschlagte für die Arbeiten reichlich 160.000 Euro und damit rund 40.000 Euro weniger als im Haushalt der Gemeinde eingeplant war. Laut Verwaltung hatte das Unternehmen zudem Nachweise vorgelegt, dass es die Leistung erbringen kann. Somit werde erwartet, dass es das Vorhaben qualitäts- und termingerecht umsetzt, erklärte der zuständige Mitarbeiter vor der Vergabe.

Darauf hofft der Ortschef trotz mehrerer Bauphasen, in denen sich die Arbeiten "unerwartet hingezogen haben", auch aktuell. "Wir sehen Licht am Ende des Tunnels", sagte Gottwald. Die letzten Leuchten sollten in den kommenden Tagen angeschlossen werden. Vor Ende November rechne er zudem mit dem Abbau mehrerer nicht mehr benötigter Masten und dem Abschluss der Erneuerungsarbeiten. Es werde knapp, die Gemeinde müsse jedoch nicht mit finanziellen Nachteilen rechnen, so der Bürgermeister.

Steffen Braune, der Geschäftsführer der beauftragten Firma, äußerte sich ebenfalls zuversichtlich. "Momentan fehlt noch der Anschluss für das letzte Stück Freileitung", sagte er am Donnerstag. Alle Elektroarbeiten werden nach seinen Angaben von Subunternehmen ausgeführt. Um die Freileitung zu installieren, werde eine Hubbühne gebraucht, die jedoch in den nächsten Tagen vor Ort sein solle, so Braune weiter.

Dafür, dass sich die ursprünglich geplante Bauzeit extrem verlängert habe, seien vor allem Probleme der von ihm beauftragten Subunternehmen verantwortlich, erklärte er. Sie seien beispielsweise infolge der Coronapandemie von verspäteten Materiallieferungen betroffen gewesen, wodurch die Einsatzplanung für die Beschäftigten erschwert worden sei, so der Firmenchef. Sein Unternehmen sei mit Baggern und allen Tiefbauarbeiten längst fertig. Das Baugeschäft stehe zudem für hohe Qualität und faire Preise ein. Die fristgerechte Erledigung von Aufträgen und Ordnung auf den Baustellen seien oberstes Gebot.

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