"Die Kunden sollen ja nicht nur Nudeln essen"

Auch die Gastronomie leidet unter den Einschränkungen durch Corona. In Greifendorf weiß ein Pächter sich und seinen Gästen zu helfen - ein Beispiel von vielen.

Greifendorf.

Steffen Kunze von der Hainichener Gaststätte "Eigenartig" macht es, Frank Andrä vom Waldhaus Kalkbrüche in Striegistal tut es auch. Genauso wie der Pächter des Greifendorfer Schmiedelandhauses. Trotz verordneter Schließung wird in den Gasthäusern gekocht und gebraten, Kunden dürfen zwar nicht mehr Platz nehmen, können aber vorbestellte Speisen abholen.

So hat eben auch Norbert Hohmann im Schmiedelandhaus den Kopf jetzt nicht in den Sand gesteckt, nachdem er bis zur Schließung "richtig viel zu tun" hatte. "Das Frühlingsgeschäft lief super", sagt Hohmann. Doch schon bei den ersten Einschränkungen ahnten er und seine Belegschaft, wo die Reise hingeht. Im Team habe man die Idee gehabt, das Essen auszuliefern. Das helfe auch anderen Betrieben, so der Hainichener. "Die Lieferdienste haben zur Zeit freie Kapazitäten." Wer bestellen möchte, ruft an oder ordert online. Das ist Montag bis Sonntag möglich, so Hohmann. "Wir nehmen Bestellungen von 9 bis 16 Uhr an. Geliefert wird Dienstag und Freitag im Umkreis von 20 Kilometern." Das Angebot ist breit gefächert bis zum Festtagsmenü, angerichtet auf Porzellan, bestehend aus drei Gängen. "Die Leute sollen ja nicht nur Nudeln essen", so Hohmann mit Blick auf Meldungen von Hamsterkäufen. Auch Lebensmittelboxen und Dinge des täglichen Bedarfs seien im Angebot. Dass er seine sechs Festangestellten sowie den Azubi in Kurzarbeit schicken musste, ließ sich nicht vermeiden, so Hohmann. Noch könne er die Arbeit in der Küche allein erledigen. 40 Menüs seien zum Testlauf am Wochenende geordert worden. Er hofft, dass sein Angebot sich rumspricht.

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