Die Zukunft steht nicht in den Sternen

Am Freitag gibt es Zeugnisse. Mittelsachsens Schüler starten in die Sommerferien. Für viele Absolventen der Oberschulen und Gymnasien ein Grund zum Feiern.

Mittweida.

Sechs Wochen Sommerferien liegen nun vor den mittelsächsischen Schülern, die am heutigen Freitag ihr Abschlusszeugnis erhalten. Für die Absolventen von Gymnasien und Oberschulen, deren Noten schon seit einigen Tagen feststehen, beginnt in einigen Wochen die Lehre, im Herbst das Studium - oder es folgt der Besuch einer weiterführenden Schule. Mit einem guten Abschluss ihrer Schulzeit können die 61 Realschulabsolventen der Mittweidaer Johann-Gottlieb-Fichte-Oberschule in die Ferien starten, denn sie haben alle die Prüfungen bestanden. Bei den 13 Hauptschülern gibt es laut Schulleiter Matthias Möbius allerdings einige Durchfaller. Mit dem Jahrgang sei er aber insgesamt zufrieden: "Bei den Lehrstellen ist alles im grünen Bereich, viele junge Leute wechseln jetzt auf die Fachoberschule, die in Mittweida gleich gegenüber ist."

Die Studienrichtungen, die die Abiturienten des Mittweidaer Gymnasiums gewählt haben, sind weit gefächert: Vom Tourismusmanagement über Wirtschaftswissenschaften bis hin zu Zahnmedizin und Biochemie. Auch das Lehramt ist gefragt. Laut Schulleiter Gerd Becker wollen etwa drei Viertel aller 60 Abiturienten des Gymnasiums studieren. Immerhin gut die Hälfte der Fachoberschüler des Berufsschulzentrums haben ebenfalls einen Studienplatz. Am Gymnasium gab es mit Moritz Ahnert aus Erlau sogar einen Schüler mit der Traumnote 1,0. Der Gesamtdurchschnitt von 2,1 entspricht in etwa dem Wert der vergangenen Jahre, hat sich aber analog zum sächsischen Trend dennoch leicht verbessert. Ein Grund dafür: Es gab in dem Jahrgang keinen Schüler, der durchgefallen ist.


Die Leistungen der besten Absolventen ist in Mittweida mit einem Empfang bei Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU) gewürdigt worden. "Gute Absolventen werden überall händeringend gesucht", erklärte Schreiber den jungen Frauen und Männern aus Ober- und Berufsschule sowie Gymnasium. Den künftigen Studenten gab er mit auf den Weg, seinem Beispiel zu folgen und möglichst weit weg vom Heimtort zu studieren, aber danach wieder zurückzukehren. Frankenberg: Die Perspektive nach der Schule ist auch für die Frankenberger Oberschüler klar: "Unsere 73 Absolventen sind alle mit Lehrstellen versorgt oder werden noch das Abitur nachholen", erklärte Dirk Rauthe, Leiter der Frankenberger Erich-Viehweg-Oberschule. "Nur wenige Schüler müssen die Klasse wiederholen, elf Absolventen haben einen Durchschnitt von unter 2,0."

Das Martin-Luther-Gymnasium Frankenberg hatte gleich drei Absolventen mit einer 1,0 im Reifezeugnis. Der Gesamtdurchschnitt liegt bei 2,3 und ist damit etwas schlechter als in den Vorjahren. 75 Zwölftklässler waren in die Prüfungen gegangen, vier haben nicht bestanden. "Drei davon werden die zwölfte Klasse wiederholen", sagte Schulleiter Ingo Pezold. Hainichen: Auch die 78 Schüler der Hainichener Friedrich-Gottlob-Keller-Oberschule haben ihre Ausbildungsstellen bereits. Schulleiterin Corinna Weinhold hat in diesem Jahrgang gleich 15 junge Damen und Herren, deren Abschlussnote im Durchschnitt besser als 2,0 ist. Lediglich ein Hauptschüler habe die Prüfungen nicht bestanden. "Die Ergebnisse sind super, aber das war auch in den vergangen Jahren schon so", sagte Schulleiterin Corinna Weinhold beim Empfang der besten Absolventen im Rathaus in Hainichen "Es ist immer schön zu sehen, wenn man Schüler entlässt, die im Zeugnis eine 1 vor dem Komma stehen haben."

Auch in der Gellertstadt ist es wie in Mittweida zur Tradition geworden, dass der Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) die besten Absolventen ins Rathaus einlädt. Das betraf hier nicht nur Schüler der hiesigen Oberschule, sondern auch die Abiturienten aus Hainichen, die im benachbarten Frankenberger Gymnasium ihr Abitur gemacht und ein sehr gutes Reifezeugnis bekommen hatten. Dazu gehört auch Kurt Stollberg, der mit der Note 1,1 ein Medizinstudium aufnehmen will und damit den gleichen Beruf wie sein Vater und Opa anstrebt.

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