Drei neue Coronafälle in Mittelsachsen

Der Landkreis hat den kritischen Wert für Risikogebiete wieder unterschritten. Derweil werden gespannt weitere Testergebnisse erwartet.

Mittweida/Claußnitz.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Anzahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, ist im Landkreis Mittelsachsen am Montag von 42,7 auf 49,3 gestiegen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI), Stand 0 Uhr, hervor. Am Freitag hatte Mittelsachsen nach den Zahlen des RKI als letzter Landkreis in der Region Südwestsachsen den kritischen Wert von 50 Infektionsfällen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gerissen.

Am Montag vermeldete das Landratsamt drei neue Coronafälle. Damit stieg die Gesamtzahl seit März auf 775. Seit Beginn der Pandemie wurden im Altkreis Freiberg 378 (+1) Corona-Fälle nachgewiesen, im Altkreis Mittweida 261 (+1) und im Altkreis Döbeln 136 (+1). Laut dem Portal intensivregister.com, das die Behandlungskapazitäten in der Intensivmedizin in deutschen Akut-Krankenhäusern abbildet, wird im Landkreis (Stand Montag) ein Covid-19-Patient intensivmedizinisch betreut.

Mit Stand 14 Uhr am Montag seien alle eingegangenen Coronatests der Claußnitzer Grundschule negativ gewesen, teilte Landratsamtssprecher André Kaiser mit. Gleiches gelte für eine nicht näher benannte Pflegeeinrichtung, in der zuvor ein Fall aufgetreten sei. "Hier liegen aber noch nicht alle Testergebnisse vor", erklärte Kaiser am Montagnachmittag. Im Burgstädter Ortsteil Mohsdorf seien indes weitere fünf Schüler positiv getestet worden, teilte Kaiser mit. An der dortigen Grundschule hatte sich eine Klassenlehrerin mit dem Virus infiziert.

Weitere Testergebnisse werden für das Pflegeheim Großhartmannsdorf erwartet. Nach "Freie Presse"-Informationen sind nach jüngsten Tests weitere 20 Fälle hinzugekommen. Insgesamt waren am Freitag 30Bewohner und drei Mitarbeiter des Pflegepersonals getestet worden, teilte Rita Ache, Geschäftsführerin der AW Senioren- und Krankenpflege Striegistal, am Montagmorgen mit. Anlass der Tests war, erklärt sie, dass sich ein Bewohner schwach fühlte. Ein Arzt wurde verständigt; der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht und dort einem Coronatest unterzogen. Der war positiv. Daraufhin wurden die 33 Personen in Großhartmannsdorf getestet.

"Bislang sind alle Personen ohne Covid-19-Symptome. Das kann sich aber ständig ändern. Unsere Klientel ist 80 Jahre alt und älter. Jeder Tag ist anders", sagt die Geschäftsführerin. "Wo sich die Person infiziert hat, kann ich nicht sagen." Im Pflegeheim selbst gehe das Tagesgeschehen relativ normal weiter, mit der zusätzlichen Belastung, die die Abstands- und Hygieneregeln seit Monaten mit sich bringen. Das stationäre Pflegeheim Großhartmannsdorf bleibt bis auf Weiteres für Besucher geschlossen. (cor/grit/lasc/lkb)

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