Drei Sterne für den regionalen Breitensport

Zum sechsten Mal wurden in der Region die Auszeichnungen vergeben. Gleich zwei Mittweidaer Vereine freuen sich über ein Preisgeld.

Mittweida.

Für sein Angebot "Sommercamp der Sportjugend" hat der TSV Fortschritt Mittweida am Dienstagabend bei den "Sternen des Sports" den "Großen Stern in Bronze" erhalten. Die Auszeichnung ist mit 1000 Euro dotiert und zugleich die Eintrittskarte für die nächste Runde im Wettbewerb. Im Talgut Lauenhain übergab der Geschäftsführer des Kreissportbundes, Benjamin Kahlert, den Preis an den Verein, der unter anderem im Handball, Volleyball, in der Leichtathletik und im Turnen aktiv ist.

Auf dem zweiten und dritten Platz landeten der Verein Hippo und die Abteilung Boxen des SV Germania Mittweida 1897. Sie erhalten ein Preisgeld von 750 Euro beziehungsweise 500 Euro. Die sieben weiteren Vereine aus der Region Mittweida, die sich um die Auszeichnung beworben hatten, werden mit je 100Euro gefördert.

Mit insgesamt zehn Vereinen hatten sich in diesem Jahr deutlich weniger als 2017 um die Auszeichnung bemüht. Laudator Rico Schlegel, Marketing-Bereichsleiter der Mittweidaer Volksbank, rief deshalb alle Anwesenden zur Werbung für die Auszeichnung auf. Das Geldinstitut vergibt zusammen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund seit 2013 die "Sterne des Sports" in Bronze, das heißt auf regionaler Ebene. Die silberne Ausführung des Preises wird dann im Herbst in Dresden auf Landesebene prämiert.

Immerhin zweimal schafften es Vereine aus der Mittweidaer Region in der Vergangenheit bis ins Bundesfinale nach Berlin, wo die "Sterne des Sportes" in Gold dann unter anderem von Bundeskanzlerin Angela Merkel überreicht werden. (mit lkb)


Aus Spaß am Sport

Wencke Lindner und Holger Krübel vom TSV Fortschritt Mittweida bekamen den Hauptpreis und die Chance aufs Bundesfinale in Berlin. Rico Schlegel lobte das Projekt "Sommercamp für Jugendliche" und sagte: "Damit kann der Spaß am Lernen und Sporttreiben geweckt werden." Das Camp, ähnlich einem Ferienlager, sei sportartenübergreifend und werde ohne Gebühr angeboten. Die 18-jährige Wencke Lindner hat selbst mehrere Jahre am Projekt teilgenommen und fährt mittlerweile als Betreuerin mit. Was mit den 1000 Euro passiert, muss der Vorstand noch entscheiden.


Mit langem Atem

Kerstin Berger (l.) und Katrin Schönherr freuten sich für ihren Verein Hippo zum dritten Mal über eine Auszeichnung. In diesem Jahr überzeugte die Jury das Projekt "Zusammen-Wachsen". Laudator Rico Schlegel: "Der Verein besticht durch seine Inklusionsarbeit, bei der Menschen mit und ohne Behinderung zusammen Sport treiben". Mit dem Ziel, "zusammen zu wachsen", soll ebenfalls die Nachhaltigkeit des therapeutischen Reitens betont werden. So wird unter anderem seit 1997 ein Mädchen mit Rett-Syndrom betreut, das heute eine junge Frau ist.


Auch für Mädchen

Andreas Fiebig, Abteilungsleiter Boxen des SV Germania Mittweida, nahm mit etwas Verspätung seinen Stern für den dritten Platz entgegen. Der langjährige aktive Boxer gründete 2002 selbst die Boxabteilung. Besondere Ehrung fand in der Laudatio die Mädchen-Boxgruppe, die die Gleichstellung fördere. Fiebig verrät: "Ich habe schon ein bisschen mit der Auszeichnung gerechnet." Auf die Frage, was mit den 500 Euro passieren soll, sagte der 61-Jährige: "Wir wollen die Kinder mit neuer Kampfkleidung ausstatten und eine Bodenmatte für den Ring kaufen." (grot)

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