Ein Stück Gartenschau im Honigglas

Es summt in den Paradiesgärten Mühlbachtal: Der Frankenberger Imkerverein erklärt dort an einem eigenen Stand die Arbeit mit Bienen. Das Interesse der Besucher ist groß. Doch manches ärgert die Imker.

Frankenberg.

Unzählige fleißige kleine Arbeiterinnen schwirren durch die Paradiesgärten Mühlbachtal auf der Landesgartenschau in Frankenberg. Von Beet zu Beet, von Blüte zu Blüte fliegen sie und sammeln Nektar. Ab dem Wochenende wird Sven Richter vom Frankenberger Imkerverein den ersten Honig schleudern können, den die Bienen seiner vier Wirtschaftsvölker am Schau- und Lehrbienenstand auf der Landesgartenschau produziert haben.

"Wir zeigen dann, wie der Honig aus der Wabe kommt", sagt Sven Richter. Die Bienenstöcke am Imkerstand bestehen aus mehreren Zargen. In jeder sind elf Waben. "Aus jeder Zarge gewinnen wir ungefähr 11 Kilogramm Honig", erklärt Richter. Der wird in Gläser gefüllt, die das Landesgartenschau-Logo tragen, und durch den Verein verkauft. Mit der Sommerbepflanzung, die Anfang Juni in die Beete des Gartenfestivals kommt, wird das Mühlbachtal zu einem Bienenparadies. "Die Honigbiene braucht Massen von Blüten. Das geht jetzt richtig los, sodass sie viel zu tun haben", sagt Sven Richter. Bislang haben auf dem Gartenfestival die Tulpen dominiert, die für Bienen aber im Grunde keine Nahrung bieten. Daher seien die Bienen bisher auch häufig zu einem nahegelegenen Rapsfeld geflogen.


Am Imker-Stand der Landesgartenschau herrscht, wie der Frankenberger berichtet, stets viel Betrieb, das Interesse der Besucher sei groß. Viele Besucher würden sich nicht nur über die einzelnen Schritte der Honigproduktion, sondern auch über das derzeit vieldiskutierte Thema Bienensterben informieren. "Davon ist aber nicht die Honigbiene, sondern die Wildbiene betroffen", sagt der Experte. Damit Besucher einen kleinen Beitrag leisten können, dass sich die Lebensbedingungen von Insekten in der Region verbessern, verteilen die Mitglieder des Imkervereins kleine Tüten mit Blumensamenmischungen. "Das kommt immer gut an", so Richter.

Doch manchmal ärgern er und seine Mitstreiter vom Imkerverein sich auch über Besucher. Schon mehrmals sei er an den Imkerstand gekommen und habe feststellen müssen, dass die Bienenstöcke geöffnet worden seien. Einmal habe jemand offenbar versucht, den Deckel wieder aufzulegen und dabei viele Bienen zerquetscht. "Das gehört sich einfach nicht", bringt es Richter auf den Punkt.

Berichte Weitere Berichte der "Freien Presse" über die Landesgartenschau in Frankenberg können Sie im Internet lesen. Besuchen Sie dazu folgende Website: www.freiepresse.de/laga2019


"Freie Presse" bei den Bienen

Was es auf der Landesgartenschau in Frankenberg zu erleben und zu entdecken gibt, zeigt die "Freie Presse" noch bis Oktober in Videos.

Redakteurin Franziska Pester war diesen Monat am Imkerei-Stand und hat sich von Imker Sven Richter zeigen lassen, welche Arbeiten derzeit am Bienenvolk notwendig sind. Von Mitte April bis zum 21. Juni müssen Schwarmkontrollen gemacht werden. Dadurch wird verhindert, dass eine neue Königin heranwächst und die alte Königin dann mit etwa der Hälfte des Volkes den Bienenstock verlässt.


Mit Pressekarte günstiger

Alle Veranstaltungen im Bereich der Landesgartenschau an zwei Bühnenstandorten sind im regulären Ticketpreis kostenfrei enthalten, so auch die Auftritte von Frank Schöbel (am 4. August) und Gerhard Schöne (am 11. August). Einzige Ausnahme bildet die Sonderveranstaltung "Leuchtende Gärten" im Mühlbachtal vom 20. September bis 5. Oktober.

Der Eintritt für Erwachsene kostet 16 Euro, mit Pressekarte der "Freien Presse" nur 15 Euro. Erwachsene können damit zusätzlich eine beliebige Anzahl eigener Kinder oder Enkel bis einschließlich 17 Jahre kostenfrei mitnehmen. Tickets für die Landesgartenschau sind in allen "Freie Presse"-Shops erhältlich. Nur dort gibt es den Pressekarten-Rabatt.

Weitere Beiträge unter www.freiepresse.de/laga2019

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