Einbrecher versenken Kahn im Bergwerk

Vandalismus in Schönborn: Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Schönborn-Dreiwerden.

Bislang unbekannte Täter haben vermutlich am Wochenende bei einem Einbruch in das Besucherbergwerk in Schönborn für erhebliche Schäden gesorgt. Dabei wurde auch ein Kahn, mit dem Gäste sonst in die Bergbauanlage gelangen, versenkt. Der Verein hat Anzeige erstattet, nachdem Mitglieder die Schäden am Montag entdeckt hatten. Laut Jana Ulbricht, Pressesprecherin der Polizeidirektion Chemnitz, waren die Beamten bereits vor Ort. Ulbricht bestätigt die Aussagen des Vereins. Die Höhe des Schadens stehe noch nicht fest. Es sei nichts gestohlen wurden. Die Polizei geht von reinem Vandalismus aus. Die Ermittlungen laufen.

Vereinsvorsitzender Gerold Riedl denkt, dass es fünf bis acht Täter waren. "Die müssen den Kahn, der mit dem Kiel nach oben für Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten gelagert war, erst umgedreht und dann durch die aufgebrochene Tür des Mundlochs in den Berg gebracht haben", erklärt Riedl. "Der Kahn wiegt immerhin 1 bis 1,5 Tonnen. Ziel war wohl eine Bootstour im Stolln, aber dazu ist es gar nicht gekommen, der Kahn ist gesunken."

Riedl hofft, dass die Polizei die Täter findet und bittet etwaige Zeugen, sich zu melden. Es geht darum, wer ab dem 30. März im Bereich der Schönborner "Biege" am Eingang der Kahnfahrt ungewöhnliche Aktivitäten gesehen hat. Dort sei auch ein Papierkorb voll mit Weinflaschen gefunden worden. Der Verein will nun das versenkte Boot sichern und die geplanten Öffnungszeiten an allen vier Ostertagen doch noch anbieten. Dafür werde dann ein zweites Boot genutzt. Anmeldungen sind weiterhin erwünscht. (mit ug)

www.schaubergwerk.de

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