Einzelhändler sollen von Besucherstrom profitieren

GESICHTER DER LANDESGARTENSCHAU Der Stadtrat und Apotheker Klaus Stampniok sitzt im Aufsichtsrat. Er hofft auf positive Impulse für die Stadt.

Frankenberg.

Ein Apotheker im Aufsichtsrat der Landesgartenschau? Für Klaus Stampniok logische Konsequenz ehrenamtlicher Standortpolitik. "Diese Aufgabe ist ja auch Vertretern anderer Initiativen Kraft ihrer Tätigkeit in unserem Stadtrat beziehungsweise diverser Gremien angetragen worden. Indes: Unter den Mitstreitern der Fraktion der Freien Wähler bin ich sicher derjenige, der berufsbedingt am nächsten an Pflanzen dran ist", sagt der 62-Jährige schmunzelnd. Und er bringt sich engagiert in das Vorhaben ein. "Das Projekt ist eine Chance für die Stadt, die Einwohner", so Klaus Stampniok.

Vor allem für Handelseinrichtungen und Dienstleister erhoffe er sich mit der Ausstellung einen positiven Effekt. Er verweist darauf, dass die Idee, sich um die Ausrichtung der Landesgartenschau in Frankenberg zu bemühen, seinerzeit der örtliche Gewerbeverband maßgeblich mit eingebracht habe. "Die Geschäfte leben von Kunden. Und da erwarte ich, dass von dem Besucherstrom zur Schau unsere Händler profitieren können." Er sei optimistisch, weil aufgrund der Konzeption der Schau - mit den beiden Standorten in zentraler Lage - die Leute in die Stadt gebracht würden und die Erlebnisachsen verknüpft seien.

"Sicher, die Bauarbeiten bedeuten eine erhebliche Belastung, das spüre ich auch mit meinem Geschäft", so der Apotheker. Da habe es seit zwei Jahren auch Ärger bei Gewerbetreibenden und Kunden gegeben. "Ein Manko war etwa die Art der Beschilderung während dieser Bauetappen. Gerade für Passanten war es schwierig, überhaupt in die Stadt hineinzufinden. Dies haben wir aber in Zusammenarbeit der Beteiligten besser in Griff bekommen."

Mit großem Interesse verfolge er die Umgestaltung des Mühlbachtales. "Von dieser Achse verspreche ich mir einiges: Die Verbindung zum Wohnstandort am Stadgürtel in die Innenstadt hat Potenzial. Für die Anwohner der Neubausiedlung rücken die Geschäfte näher heran. Mitten in der Stadt entsteht eine kleine Oase, die zum Verweilen einlädt. Ich sehe auf der verkehrsberuhigten Strecke schon die Radfahrer und vor allem E-Biker rollen. Diese Lösung finde ich gelungen", so der Stadtrat.

Und auch das Projekt Brückenbau gehört für den Aufsichtsrat zur Schau. "Die sogenannte Schlange ist für das Ereignis ein absoluter Bringer. Wer das Bauwerk sieht, will darüber gehen. Es ist ein Baustein, der Publikum zieht", befindet Klaus Stampniok. Indes, die hohe Kostenfrage bewege ihn noch immer. Aber nun sei es beschlossen und die Schlange im Ausbau befindlich.

Als sehr ambitioniert schätzt Stampniok auch das Zeit-Werk-Statt-Projekt ein. "Während der Eröffnungszeit wird dieses Angebot sicher seine Besucher finden. Aber wie sieht es nach dem Ende der Schau aus? Werden weiterhin Besucher in einer solchen Größenordnung kommen, dass es sich wirtschaftlich rechnet?", gibt er zu bedenken. Gerade hier sehe er die Einheimischen gefordert. "Das Geschaffene weiter zu erhalten, geht uns alle an. Hier wird sich die mit der Schau verknüpfte Idee beweisen müssen, dass sich die Frankenberger dafür einsetzen. Wenn das gelingt, hat die Stadt mit der Schau gewonnen."

Einen ersten persönlichen Beitrag hat Klaus Stampniok unterdessen als Sponsor einer Bank geleistet. Und seine Belegschaft überraschte den Apotheker mit einem themenbezogenen Geschenk: einer Dauerkarte für die Landesgartenschau.

Tickets für die Landesgartenschau 2019 in Frankenberg sind in allen "Freie Presse"-Shops erhältlich. Weitere Beiträge lesen Sie im Internet.

freiepresse.de/laga2019

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