"Erst mal die beste Lösung"

Kreisschülersprecher befürwortet Maßnahmen

Mittweida.

Der Vorsitzende des Kreisschülerrats (KSR) Mittelsachsen, Maximilian Heyn (Foto), erklärt, warum er trotz längeren Lockdowns die Abschlussprüfungen für machbar hält.

Freie Presse: Wie bewertet der KSR Mittelsachsen die jüngsten Beschlüsse der Landesregierung zum Präsenzunterricht?

Maximilian Heyn: Die Ideen haben wir vor einiger Zeit bei einer landesweiten Zusammenkunft der Vorsitzenden der Kreis- und Stadtschülerräte diskutiert. Die Ergebnisse wurden dem Kultusministerium übermittelt. Ich selbst habe mich dort für fast alle nun getroffenen Regelungen ausgesprochen.

Die Regelungen sind also im Sinne des KSR Mittelsachsen?

Ja. Natürlich gibt es verschiedene Lerntypen. Ich selbst zum Beispiel kann ganz gut online lernen. Aber es gibt andere, die dabei richtig untergehen. Das finden wir nicht gut. Im Sinne der Gesundheit ist die Verlängerung der Schulschließungen aber erst mal die beste Lösung.

Sind die anstehenden Abschlussprüfungen aus Ihrer Sicht trotz der langen Schließzeit machbar?

Bei uns haben sich zumindest noch keine Schüler gemeldet, die diesbezüglich Probleme sehen. Ich denke, dass die Prüfungen für alle machbar sein sollten, auch weil die Ferien geteilt werden. Dadurch schlägt man zum Ende des Schuljahres eine Woche mehr Präsenzunterricht raus.

Welche Probleme sehen Sie?

Stark behindernd wirken die Schwierigkeiten mit Lernsax. Erst vor Tagen gab es wieder einen Absturz. Das sorgt für unnötigen Druck: Es kommen jeden Tag neue Aufgaben, die man aber nicht erledigen kann, wenn das Programm stillgelegt ist. In meiner Klasse sind deswegen fast alle in Verzug.

Sollten an Schulen Maßnahmen über Abstand, Lüften und Masken hinaus ergriffen werden?

Leider habe ich, als die Schulen offen waren, häufiger gesehen, wie sich sehr viele Schülerinnen und Schüler zur Verabschiedung noch umarmt haben. Das ist derzeit nicht zielführend. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass Schüler regelmäßig ihre Hände desinfizieren. lkb

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