Erste Ideen für Skulpturenpfad

In den geplante Rundweg mit Stationen der Frankenberger Geschichte wurde jetzt auch die Postmeilensäule einbezogen. Auch an die "Seestadt" soll erinnert werden.

Frankenberg.

Voraussichtlich am 1. Mai startet die Ausschreibung für den geplanten Skulpturenpfad in Frankenberg. Laut Marcel Kabisch, freischaffender Künstler und Projektleiter, sollen die Wettbewerbsarbeiten von den Künstlern bis zum 30. Juni eingereicht werden. Am 14. August tage dann die Jury und erteile am 21. August den Zuschlag. Fertig sein sollen die Skulpturen und Kunstwerke am 30. November, sodass sie im Dezember aufgestellt werden können.

Die Idee zum Skulpturenpfad, der als eine Art Rundweg, Bürger und Gäste auf Wissenswertes zur Stadt Frankenberg hinweisen soll, hatte der Kunst- und Kulturverein Frankenberg. Das 91.000 Euro teure Projekt wird zu 80 Prozent aus dem Efre-Programm (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) gefördert. Marcel Kabisch stellte den Mitgliedern des Technischen Ausschusses des Frankenberger Stadtrates zur Sitzung am Dienstagabend den aktuellen Planungsstand vor.

Der Pfad bezieht bereits vorhandene Skulpturen ein, so zum Beispiel das Lindengedicht am Archiv, den Hochzeitsbrunnen auf dem Kirchplatz, das Körnerdenkmal sowie das Lutherdenkmal. Laut Kabisch soll nun auch noch die Postmeilensäule auf dem Frankenberger Markt hinzukommen. Die Säule wurde 1725 auf dem Marktplatz gegenüber dem Rathaus aufgestellt. Sie besteht aus Hilbersdorfer Porphyrtuff.

Für die neu aufzustellenden Skulpturen gibt es bereits erste Ideen. Laut Kabisch könnte in den "Muscheln" in der Fassade des Hauses 2 des Frankenberger Gymnasiums an den deutschen Dramatiker Heiner Müller erinnert werden, der in Frankenberg sein Abitur ablegte. Dazu müsse aber noch die Denkmalbehörde befragt werden. Im Friedenspark soll es drei neue Skulpturen geben. Eine könnte dem Thema Naturwissenschaft gewidmet werden. "Ein weiteres Kunstwerk soll sich mit dem Tot beschäftigen und an den ehemaligen Friedhof erinnern", berichtet Kabisch. Und am Endpunkt der Bewegungsachse für die Kinder soll es um das Thema "Spielerisches" gehen.

Eine eher ungewöhnliche Idee soll am Dammplatz umgesetzt werden. Dort könnte laut Kabisch an die ehemalige "Seestadt" Frankenberg erinnert werden. Diesen etwas spöttisch gemeinten Namen erhielt die Stadt aufgrund der Überflutungen durch die Zschopau, die einst näher an der Stadt lag, aber auch aufgrund großer Fischteiche, die im 16. Jahrhundert angelegt wurden. "Heute ist nur noch der Schilfteich übrig", erklärt Kabisch.

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