Fahrrad-Zickzack: Fahrer fiebern Start entgegen

Die verrückte Jagd nach den Pneuro quer durch Freiberg geht in wenigen Tagen in die neunte Runde. Die Vorfreude auf den Radwettbewerb steigt.

André Zeunert freut sich bereits auf das diesjährige Fahrrad-Zickzack. Besonderen Spaß machen ihm die Erlebnisstationen. Hier beim Dosenwurf am Schloßplatz im Jahr 2016.
Fahrrad-Zickzack: Fahrer fiebern Start entgegen

Für Sie berichtet: Alexander Christoph

Es ist der vermutlich ungewöhnlichste Radwettbewerb in ganz Sachsen: Das Freiberger Fahrrad-Zickzack, das dieses Jahr vom "Inpulz-Magazin & Radio" sowie der "Freien Presse" gemeinsam organisiert wird. In gut eineinhalb Wochen ist es soweit und die neunte Auflage steigt. Am 18. August werden sich die Teilnehmer nicht nur einen Wettstreit liefern, wer am schnellsten ins Ziel fährt. Geschick und Glück sind bei einer Handvoll Stationen, die sich übrigens auf das gesamte Stadtgebiet verteilen, genauso gefragt. Ziel ist es an diesem Nachmittag, innerhalb von drei Stunden so viel Spielgeld, genannt Pneuro, wie möglich einzuheimsen.

Beispiel: Johannisbad. Hier erhalten die Fahrer zehn Pneuro fix. Wer jedoch ein glückliches Händchen besitzt und aus einem Pool eine Plastikente mit einer hohen Punktzahl fischt, kann bis zu weitere 30 Pneuro auf seinem Konto verbuchen. Auf dem Parkplatz der Stadtwerke an der Ehernen Schlange ist ein heißer Draht aufgebaut. Zehn Pneuro zusätzlich winken. Damit nicht genug: Dosenwerfen am Schloßplatz, Torwandschießen am Siedlerweg und ein Fahrrad-Parcours an der Leipziger Straße runden das Spaßpaket ab. Dieses spielerische Moment reizt auch André Zeunert. "Es geht nicht nur ums Radfahren", bringt es der 38-jährige Freiberger auf den Punkt. Das Fahrrad-Zickzack bezeichnet er als interessante Geschichte.

Das fängt schon bei der Route an. Diese wird gewürfelt. Wer Glück hat, pendelt ein bisschen durch das Zentrum. Wer Pech hat, fährt mehrfach zwischen den Stationen an der Reichen Zeche und dem Waldbad hin und her. "Man kann viele gute Stationen mitnehmen oder eben nicht", sagt Zeunert dazu, der leidenschaftlich gerne Rad fährt und in der Freizeit regelmäßig Triathlon-Wettkämpfe bestreitet, zuletzt in Leipzig und Moritzburg. "In knapp vier Wochen geht es nach Österreich", fährt der sportbegeisterte Enddreißiger fort. Der Austria Triathlon in Podersdorf am See besitzt überregionale Strahlkraft. Mehr als 2500 Athleten gingen im Vorjahr am Ostufer des Neusiedler Sees an den Start. "Ich mache beim Fahrrad-Zickzack mit, weil es Spaß macht und es eine gute Trainingseinheit für Österreich ist", bemerkt André Zeunert.

Doch zunächst gilt es für ihn, sich mit seiner Freundin und einem Arbeitskollegen für das Freiberger Sportereignis fit zu machen. In den Vorjahren landete das Team von Autoteile Weinhold zweimal auf dem ersten Platz. Jedes Mal ein tolles Erlebnis, wie er durchblicken lässt. "Die Teilnehmer grüßen sich auf der Straße, man lacht sich an. Es war immer gut und wird es auch dieses Jahr sein." Er fiebert er dem Start schon entgegen. Ähnlich dürfte es den anderen Teilnehmern gehen. Weit mehr als 30 Einzelfahrer haben sich bislang angemeldet und acht Teams.

Infos: Anmeldung zum Freiberger Fahrrad-Zickzack bis zum 10. August per Coupon, aber auch vor Ort am Wettkampftag am 18.August zwischen 13.30 und 14.30 Uhr möglich. Die Fahrtenbücher können ab Montag in der Geschäftsstelle der "Freien Presse" am Obermarkt in Freiberg abgeholt werden. Weitere Infos im Netz unter www.freiepresse.de/ffz sowie unter www.inpulz.de/fahrradzickzack.html

0Kommentare Kommentar schreiben