Ferienlager sind fast alle ausgebucht

Auch mit Einschränkungen sind die gemeinsamen Aktivitäten Gleichaltriger beliebt. Die ersten Schüler sind sogar schon wieder zufrieden heimgekehrt.

Rossau/Frankenberg.

Schlafen im Zelt, Nudeln mit Tomatensoße, ein großer Topf Tee, Nachtwanderung und Neptuntaufe. Das sind die Dinge, die fast jedes Ferienlager zu bieten hat. Und die gibt es sogar in Coronazeiten - natürlich mit einigen Einschränkungen. Das beginnt schon mit der Anzahl der Teilnehmer, die in diesem Jahr überall reduziert werden musste, und endet bei der Disco, die wegen des Tanzverbots auch für Kinder und Jugendliche in Sachsen nicht erlaubt ist. Die Reisebeschränkungen ins Ausland haben den Ferienangeboten in der Region viel Zuspruch gebracht. Freie Plätze waren und sind Mangelware, viele Veranstalter sind schon lange ausgebucht.

Wicked-Camp Rossau: Der erste Feriencamp-Durchgang auf dem Areal der Wakeboard- und Wasserskianlage in Rossau ist am Freitag zu Ende gegangen. Eine Woche lang haben sich 15 junge Leute im Alter von zehn bis 14 Jahren nicht nur auf dem Wasser ausprobieren dürfen. Es gab auch Ausflüge in den Kletterwald in Kriebstein und die Trampolinhalle in Chemnitz. Auch eine Nachtwanderung gehörte zum Programm. Den zweiten Durchgang gibt es vom 16. bis 21. August. Anmeldungen sind noch möglich. Eine Woche mit Vollverpflegung und allen Sportangeboten kostet 299 Euro. Auch Anfänger auf dem Board können teilnehmen, man muss aber schon schwimmen können.

 

wasserski-wakeboard-rossau.de

 

Holidaycamp Falkenhain: Die beiden Ferienlager in der Jugendherberge Falkenhain sind ausgebucht, allerdings mit jeweils 35 statt wie in den Vorjahren mit bis zu 80 Kindern pro Woche. "Alle bekannten Angebote bleiben, nur die Disco fällt weg", erklärt Holger Nitzschke, der am Sonntagabend erste Kinder begrüßen konnte. Eine Woche (sieben Übernachtungen) kostet 249 Euro.

Jugendcamp Hormersdorf: Der Jugendclub am Bahnhof Frankenberg hat seine große Reise schon hinter sich. Zwölf Jugendliche aus Frankenberg sind aus dem vom Gemeinschaftswerk organisierten Ferienlager zurück. Ziel war die Jugendherberge Hormersdorf, wo Baden, Tretbootfahren, Minigolf, Geocaching, viele Spiele und eine Nachtwanderung auf dem Plan standen. "Es ist super gelaufen, war aber auch anstrengend", sagt Betreuer Jan Müller. "Wegen Corona war die Teilnehmerzahl begrenzt, es gab mehr Interessenten und wir hätten auch gern mehr Leute mitgenommen."

TSV Dittersbach: Die Ferienspiele des Sportvereins wird es auch in diesem Jahr geben, und zwar vom 10. bis 14. August in abgespeckter Version. Anlaufpunkt wird wie gehabt die Sporthalle der Oberschule in Frankenberg sein. Eine Übernachtung gibt es nicht. Statt 50 Kindern sind nur 30 Teilnehmer möglich, die stehen auch bereits fest. "Wir sind längst komplett ausgebucht", sagt Patrick Fuhrmann vom TSV.

DRK-Zeltlager: Der DRK-Kreisverband Döbeln-Hainichen hatte sein traditionelles Ferienangebot in Seifersbach schon im April abgesagt. "Sehr schweren Herzens, und das zum ersten Mal nach 29 Jahren", erklärt der langjährige Lagerleiter René Illig vom DRK. "Wir wollten den Eltern aber auch Planungssicherheit geben und nicht warten und schauen, ob vielleicht doch etwas geht. Als DRK haben wir schon viel zu tun, und Vorschriften müssen genau beachtet werden. Nun hoffen wir auf das nächste Jahr, 2021 soll es dann das 29. Ferienlager geben."

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