Feuerwehr zu Wasser

Sie saßen alle in einem Boot: Mitglieder der Einsatztruppen aus Frankenberg und Umgebung sowie Rettungsschwimmer probten auf der Zschopau den Ernstfall.

Sachsenburg.

Jährlich organisiert die Freiwillige Feuerwehr Sachsenburg/Irbersdorf eine Schlauchbootübung auf der Zschopau in Sachsenburg. Diesen Freitag war es wieder soweit, dass sich die Kameraden der Frankenberger und anderer Feuerwehren zu diesem Ereignis zusammengefunden haben. Auch dabei war die Feuerwehr Schönborn-Dreiwerden/Seifersbach und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Mittelsachsen. Vor jeder Veranstaltung muss aber einiges an Vorarbeit geleistet werden.

"Wir planten alles was dazugehört, um 70 Mann zu beköstigen. Wir haben unseren Platz vor der Feuerwehr gereinigt, mussten Sitzplätze für die Teilnehmer schaffen und kalte Getränke bereitstellen", so der Ortswehrleiter der Feuerwehr Sachsenburg/Irbersdorf, Tino Werner. Das Anliegen dieser Übung ist, dass die Kameraden in einem möglichen Ernstfall mit den Booten zurecht kommen. "Die Feuerwehren haben in letzter Zeit immer häufiger mit Ereignissen am Wasser zu tun", sagt er. "In Anbetracht der extremen Witterung muss man immer auf Ereignisse am Wasser mit einem Schlauchboot vorbereitet sein", so Armin Löbner von der Dittersbacher Feuerwehr.

Zur Übung am Freitag wurde mit drei Booten auf der Zschopau über dem Sachsenburger Wehr geübt. Dabei sind die Kameraden der Feuerwehren mit den Schlauchbooten gefahren und haben diese getestet. Die DLRG hat nebenbei Wasserrettungseinsätze simuliert und zusammen mit den Kameraden der Feuerwehren im Zusammenspiel gemeistert. Dabei wurde eine hilfsbedürftige Person von einem Rettungsschwimmer angeschwommen und mit einem Gurtretter, der ein Hilfsmittel des Rettungsschwimmers ist, in die Richtung des Schlauchbootes gezogen. Über die Seite des Bootes wurde die Person dann von den Kameraden der Feuerwehr ins Boot aufgenommen. "Wir sind alle schon mal Schlauchboot gefahren, aber noch keiner hat eine Person über die Seite eines Schlauchbootes gerettet. Die Kooperation zwischen DLRG und der Feuerwehr war sehr gut", so Marco Dallmann von der Feuerwehr Hausdorf.

Löschgruppenführer Ralf Münzner von der Feuerwehr Altenhain sagte: "Die Zusammenarbeit mit anderen Hilfs- und Rettungsorganisationen ist eine sehr gute und wichtige Sache. Es war eine interessante Veranstaltung, welche gut organisiert war. Es hat Spaß gemacht".

"Ich finde es schön, dass sich die Kameraden aller Ortsteile zu einer solchen Übung treffen", so der Frankenberger Wehrleiter Michael Knoth. "Es ist eine gute Ausbildung, da es nicht so oft vorkommt, dass man eine solche Wasserrettung übt. Auch war es sehr positiv, dass die DLRG bei der Übung dabei war, um die Durchführung und Wasserrettung anderer Organisationen kennenzulernen. Es war ein guter Erfahrungsaustausch unter den Kameraden", so Knoth weiter.

Tino Werner fand die Übung gelungen. "Die Dienstbeteiligung war ganz gut und es ist keiner ertrunken. Bis auf die DLRG hat auch keiner nasse Füße bekommen.", so Werner. "Wir werden die Schlauchbootübung im nächsten Jahr wieder planen". "Es war eine sehr schöne Übung, welche auch wichtig ist. Die Zusammenarbeit war super", so Feuerwehrfrau Sigrid Winkler von der Feuerwehr Schönborn- Dreiwerden/ Seifersbach. Diese Wehr zeigte am Abend eine Transportraupe.

"Die Gemeinde Rossau hat viele Flächen, welche schwer zugänglich sind und wo die Raupe zum Einsatz kommen kann. Diese verfügt über gut 200 Meter Schlauch und Pumpe, welche aber auch gegen andere Geräte ausgetauscht werden kann", so der Gemeindewehrleiter der Feuerwehr Rossau, Steve Mucha. Marco Dallmann von der Feuerwehr Hausdorf meinte abschließend noch: "Es ist egal, wo man sich engagiert, das Ehrenamt ist eine wichtige Sache. Auch möchten wir der Feuerwehr Sachsenburg/Irbersdorf für die Organisation der Veranstaltung danken."

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