Feuerwehrchef hält die Truppe zusammen

Die Rossauer Räte bestätigen Steve Mucha als Gemeindewehrleiter. Nur das ersehnte neue Löschfahrzeug ist nicht in Sicht.

Rossau.

Steve Mucha bleibt für die nächsten fünf Jahre Gemeindewehrleiter in Rossau, sein Stellvertreter ist René Weißenberg. Dieses Wahlergebnisse hat nun auch der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung bestätigt.

Wie Bürgermeister Dietmar Gottwald (parteilos) betonte, stehen mit Mucha und Weißenberg zwei Feuerwehrmänner an der Spitze, die wesentlich zum Aufbau der Wehr beigetragen haben, die mit rund 100 Aktiven schwierige und auch außergewöhnliche Einsätze meistert. Dies habe die Truppe unter anderem bei Sturm und Hochwasser bewiesen, so der Ortschef. Der Leitung sei es zudem gelungen, die fünf Ortswehren zusammenzubringen. Die Nachwuchsarbeit funktioniere ebenfalls.

Gottwald sicherte der Wehr auch in diesem Jahr die Unterstützung des Gemeinderates zu. Er dämpfte aber die Hoffnung, dass schon in den nächsten Monaten ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 angeschafft werden kann. Bisher sei nicht sicher, ob es Fördermittel gibt. Der Gemeinderat hatte im Juli vergangenen Jahres entschieden, für die Einsatzkräfte der freiwillige Feuerwehr ein neues Fahrzeug zu kaufen. Es soll mit umfangreicher Ausrüstung für die technische Hilfeleistung ausgestattet sein und so den Ansprüchen bei Einsätzen unterschiedlicher Art entsprechen.

Die Investition in die Feuerwehr sei eine Investition in die Zukunft, denn mit Technik von gestern könne man heutigen Gefahren nicht ausreichend gut begegnen, hatten die Gemeinderäte ihre Entscheidung begründet. Das HLF 20 eignet sich nach Einschätzung von Fachleuten für Verkehrsunfälle, Gefahrguteinsätze und auch für herkömmliche Brandfälle.

Das neue Fahrzeug soll laut Gottwald die Freiwillige Feuerwehr Rossau erhalten. Deren jetziges Löschfahrzeug bekomme dann die Ortsfeuerwehr in Greifendorf. Sie habe nur ein Spritzenfahrzeug ohne Wasservorratstank. Nicht nur aufgrund der Bundesstraße 169, die durch den Ortsteil verlaufe, sei die Technik nicht mehr ausreichend.

Im Investitionsplan der Gemeinde für dieses Jahr gehört das rund 458.000 Euro teure Feuerwehrfahrzeug zu den größten Brocken. Mit fast 233.000 Euro Zuschuss und 225.000 Euro aus der eigenen Kasse will die Gemeinde die Anschaffung stemmen. Ohne Fördermittel sei das Vorhaben nicht umsetzbar, sind sich Bürgermeister und Gemeinderäte einig. Eine Sammelbestellung mit anderen Gemeinden soll überdies einen Preisvorteil bringen. Der Freistaat honoriert die Zusammenarbeit mit zusätzlichen 20 Prozent Fördermitteln. Dafür müssen sich aber mindestens drei Kommunen finden, die baugleiche Fahrzeuge bestellen. Lediglich bei der Ausstattung kann es je nach Bedarf kleinere Abweichungen geben, Fahrgestell und Aufbau müssen identisch sein.

Rossau hat sich deshalb mit der Stadt Waldheim, die die Bestellungen koordiniert und die Ausschreibung übernommen hat, Geringswalde, Hainichen und Roßwein zusammengetan. Wie Gottwald auf eine Nachfrage von Gemeinderat Sören Ehm (Freie Wähler Gemeinde Rossau) erklärte, sind die Spezialfahrzeuge bislang noch nicht bestellt. Der Fördermittelantrag sei aber eingereicht, sagte er.

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