Frankenberger Krankenhaus erhält Konzept

Bei der Nachnutzung der ehemaligen Klinik will sich die Stadt vorerst auf ein Gebäude konzentrieren, in dem das Gesundheitszentrum entstehen könnte.

Frankenberg.

Der Stadtrat von Frankenberg hat mit seinem mehrheitlicher Beschluss über das Sanierungs- und Nutzungskonzept des ehemaligen Krankenhauses am Mittwochabend einen weiteren Schritt zu Wiederbelebung der seit Dezember 2013 leerstehenden Immobilie an der August-Bebel-Straße unternommen.

In dem Konzept liegt die Entwicklung des sogenannten Ostflügels, also des Gebäudes parallel zur August-Bebel-Straße, im Fokus. Darin soll ein Medizinisches Versorgungszentrum in kommunaler Trägerschaft eingerichtet werden. Die Stadt könnte hier als Gesellschafterin auftreten. Neben Arztpraxen und gesundheitsnahen Dienstleistungen wie eine Sanitätshausfiliale soll hier laut dem Konzept eine neue Rettungswache des Landkreises einziehen. Doch bis zur Realisierung ist es noch ein weiter Weg. "Wir brauchen aber jetzt das Konzept, um mit den Fördermittelgebern sprechen zu können", erklärte Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU). Immerhin werden die Sanierungskosten allein für den Ostflügel auf rund fünf Millionen Euro geschätzt. Hierfür rechnet die Stadt mit einer Förderung durch Bund und Land in Höhe von 85 Prozent der Kosten. Konkretere Aussagen zu den Kosten erwartet Firmenich erst im Herbst dieses Jahres. Voraussichtlich 2020 soll die Sanierung des ersten Teils dieses Gebäudekomplexes fertiggestellt sein. Derzeit wird eine Vorplanung erarbeitet, in dieser Woche beginnen Untersuchungen des Gebäudeteils.

Dennoch umfasst das Konzept auch die anderen Teile des Krankenhausgeländes, in denen unter anderem Betreutes Wohnen für Senioren, eine Kurzzeitpflege sowie Dienstleister wie eine Apotheke oder Physiotherapie einziehen könnten. Völlig offen lässt das Konzept bislang die weitere Nutzung des Gebäudeteils, in dem zuletzt der OP-Trakt untergebracht war. Denkbar wäre laut dem Konzept eine Nachnutzung als ambulant-operatives Zentrum. Aber eine Realisierung wird frühestens ab 2025 für möglich gehalten.

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