Fusion: Neue Kirchgemeinde hat drei Pfarrer

Zum Jahreswechsel haben sich die evangelischen Gemeinden von Hainichen und Bockendorf/Langen- striegis vereinigt. Die Hochzeitstorte steht nun symbolisch für insgesamt rund 1550 Christen.

Hainichen.

Es ist die Hochzeit des Jahres, für Außenstehende überraschend, für die Beteiligten nach eigenen Worten wohlüberlegt: Mit einem Festgottesdienst zum Jahreswechsel in der Trinitatiskirche Hainichen ist die Vereinigung der Trinitatiskirchgemeinde Hainichen mit der Kirchgemeinde Bockendorf-Langenstriegis vollzogen worden. Damit gibt es in Hainichen nur noch eine evangelisch-lutherische Kirchgemeinde innerhalb der Kommune.

Zur Gemeinde in der Stadt gehören laut Matthias Zimmermann von der Kirchenverwaltung aktuell genau 1159 Menschen. Die Kirchgemeinde Bockendorf-Langenstriegis, die auch Teile der Kommune Frankenberg mit dem Ortsteil Langenstriegis betreut, hat mit 391 Christen deutlich weniger Gemeindeglieder.

Den Vereinigungsgottesdienst in der Kirche gestaltete der Posaunenchor. Das Symbolbild dieses Neujahrstages war am Nachmittag der Anschnitt einer Hochzeitstorte auf der die Ortsnamen Hainichen, Bockendorf und Langenstriegis zu lesen waren. Das für Hainichen zuständige Pfarrer-Ehepaar Diemut und Friedrich Scherzer schnitt gemeinsam mit dem seit 1. März 2019 in Bockendorf tätigen Sebastian Schirmer die Torte für die nun rund 1550 Mitglieder der neuen Kirchgemeinde an. Die drei Pfarrer hielten gemeinsam den Gottesdienst.

Im Hinblick auf bevorstehende Änderungen in der Landesstruktur der evangelischen Kirchgemeinden hatten in den vergangenen zwei Jahren die Pfarrer und Kirchenvorstände aus Hainichen und Bockendorf-Langenstriegis die Vereinigung als "Vernunftehe" diskutiert und beschlossen sowie sich auf den Jahreswechsel 2019/20 geeinigt, um die Ehe zu vollziehen. Auch Thomas Kluge vom Kirchenvorstand Hainichen nannte dies den richtigen Weg.

Friedrich Scherzer brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass aus der "Vernunftehe" eine jahrzehntelange intensive und gute Beziehung werden möge. Praktisch ändert sich für die Gemeindeglieder mit dem Zusammenschluss nicht viel. Die Verwaltung aller kirchlichen Angelegenheiten, welche sowohl Hainichen als auch Bockendorf und Langenstriegis betreffen, wird künftig im Hainichener Diakonat durchgeführt, am Rhythmus der Gottesdienste ändert sich nichts.

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