Gäste sind vielerorts gut gebettet

Acht Partnerhotels der Landesgartenschau haben sich für Übernachtungsgäste gerüstet. Doch nur in den Häusern der Stadt Frankenberg gibt es bisher bereits Buchungen.

Frankenberg.

Die Landesgartenschau ist eigentlich ein typisches Tagesausflugsziel, weiß Jochen Heinz, der als Geschäftsführer schon viele dieser Festivals begleitet hat. Dennoch werden auch Gäste Übernachtungen benötigen, denn immerhin 350.000 Besucher werden dieses Jahr in Frankenberg erwartet. Doch es gibt nur zwei Hotels in der Stadt, eine Handvoll Pensionen und wenige Gästewohnungen. Deshalb hat sich die Landesgartenschau-Gesellschaft acht Partnerhotels gesucht: in Frankenberg, Lichtenau, Lichtenwalde, Oederan und Chemnitz. "Die Auswahl erfolgte vor allem nach der Größe", erklärt Stadtsprecherin Anja Sparmann. Die Unterkünfte sollten eine Reisegruppengröße von mindestens zehn Personen aufnehmen können. Damit auch die kleineren Pensionen gebucht werden können, "haben wir auf der Homepage der Stadt auch einen Link zu weiteren Übernachtungsmöglichkeiten", betont Anja Sparmann.

"Freie Presse" fragte nach, wie sich die Hotels auf die zusätzlichen Besucher vorbereiten und ob es schon Buchungen gibt.

Hotel "Am Rittergut" in Frankenberg: Das 3-Sterne-Hotel verfügt über 14 Zimmer. "Wir haben bereits Vorbestellungen für die Zeit der Landesgartenschau", sagt Inhaber Dirk Radomskie. Die Buchungszahlen für das kommende halbe Jahr seien höher als in anderen Jahren, berichtet er. Besondere Vorbereitungen für die zusätzlichen Gäste gebe es allerdings nicht. "Wir modernisieren derzeit die Bäder, das hat aber nichts mit der Landesgartenschau zu tun", erklärt Radomskie. Das Hotel sei allgemein ganz gut ausgelastet. "Wir hoffen aber, dass uns auch nach der Landesgartenschau weiterhin mehr Gäste besuchen", sagt der Hotelchef.

Landhotel "Akzent" in Frankenberg: Die neue Sauna ist fertig, kürzlich hat das Hotel zu den drei Sternen noch ein "Superior" erhalten - das Haus ist für die Gäste der Landesgartenschau gerüstet. Laut dem stellvertretenden Hoteldirektor Tobias Gawlowitz gibt es bereits einige Voranmeldungen von größeren Gruppen. "Vor allem für Klassentreffen und Familienfeiern", sagt Gawlowitz. "Auch einige Tagungen sind gebucht, da sich in der Freizeit ein Besuch der Landesgartenschau anbietet", berichtet er weiter. Normalerweise wird das Landhotel vor allem in der Woche von Geschäftsreisenden angefahren. "Dieses Jahr haben wir auch für die Wochenenden viele Anfragen", erklärt Gawlowitz. 63 Zimmer hat das Haus. "Wir wollen noch aus zwei Einzelzimmern ein Familienzimmer und auch ein behindertengerechtes Zimmer einrichten", sagt er.

Hotel "Reinhardts Landhaus" in Sachsenburg: Viele Buchungen für die Zeit der Landesgartenschau hat Inhaber Matthias Reinhardt bisher noch nicht. "Aber das wird noch", ist er sich sicher. Mit nur 22 Zimmern ist es ein kleines familiengeführtes Haus. "Mit der Auslastung bin ich zufrieden", erklärt der Chef. Im Frühjahr soll noch ein Fahrstuhl eingebaut werden, "weil sicherlich auch viele ältere Gäste kommen". Und diese haben noch einen Vorteil: Der Bus nach Frankenberg fährt direkt vor der Hoteltür ab.

Landhotel "Lindenhof" in Lichtenau: "Wir hatten schon Anfragen nach 20 Zimmern, aber wir haben nur acht", sagt Inhaberin Susanne Eißler. Sie mache sich nicht allzu viel Hoffnung, dass das Gartenevent ihr mehr Hotelgäste beschert. "Aber wir planen, Eintrittskarten für die Landesgartenschau bei uns zu verkaufen", berichtet sie. Viele Gäste kämen ins Restaurant zum Essen oder zu Familienfeiern. Der ein oder andere würde dann vielleicht ein Ticket kaufen.

Best Western Hotel in Lichtenwalde: "Bisher haben wir nur wenige Buchungen für die Landesgartenschau", berichtet Empfangsleiterin Miriam Philipp. Deshalb habe sich die Einrichtung zum Beispiel Reiseveranstalter als Partner gesucht. Und auch mit der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft arbeitet das Haus zusammen. "Wir selber dürfen aufgrund der 2018 geänderten Reiserichtlinien solche Pakete nicht anbieten", erklärt Miriam Philipp. Die Vermarktung müsse jetzt erst anlaufen. 82 Zimmer hat das Haus. "Extra zur Landesgartenschau werden wir ein Drei-Gänge-Menü anbieten, das sehr blumig ausfallen wird", verrät Miriam Philipp.

Gasthaus und Pension "Räuberschänke" in Hartha: An den Wochenenden sind die 31 Doppelzimmer in der Harthaer "Räuberschänke" immer gut gebucht, vor allem für Familienfeiern. Ob darunter auch Gäste sind, die zur Landesgartenschau wollen, kann Inhaberin Kathleen Busch aber nicht sagen. Anmeldungen nimmt sie dennoch gern entgegen. "Natürlich hoffen wir dieses Jahr auf mehr Gäste, vor allem in der Woche", erklärt sie.

Pentahotel in Chemnitz: "Wir sind mit 226 Zimmern das größte Haus in der Region und können auch große Gruppen unterbringen", berichtet Hoteldirektor Falko Grober. Bisher hätten sich größere Gruppen allerdings noch nicht angemeldet. "Viele waren jetzt auch erst einmal mit Weihnachten und Silvester beschäftigt, das wird sich im Frühjahr noch entwickeln", ist Grober optimistisch. Für das Hotel sei die Landesgartenschau ein gutes Zusatzgeschäft. Denn das Haus besuchen vor allem in der Woche viele Geschäftsreisende. "So können wir auch das Wochenendgeschäft etwas beleben", sagt der Hoteldirektor.

Amber Hotel in Chemnitz: "Momentan halten sich die Anfragen nach Zimmern zur Landesgartenschau noch in Grenzen", erklärt Hoteldirektorin Carmen Rödel. Die 103 Zimmer seien nicht mehr gebucht als sonst. "Wir arbeiten aber mit Reiseveranstaltern zusammen. Zumindest die Lage des Hotels sei für Besucher der Landesgartenschau optimal. "Es liegt in unmittelbarer Autobahnnähe. Man fährt in Chemnitz-Mitte drauf und in Frankenberg wieder runter, ohne durch ganz Chemnitz zu müssen", sagt sie. Auch das Amber ist ein Business-Hotel. "Deshalb freuen wir uns auch auf die Wochenend- und Feriengäste, die zur Landesgartenschau wollen", so Carmen Rödel.

Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten gibt es unter: www.frankenberg-sachsen.de/Tourismus/Uebernachtung

 


Service und Tickets

Tickets für die Landesgartenschau sind in allen "Freie Presse"-Shops erhältlich. Der Eintritt für Erwachsene kostet 16, mit Leserkarte 15 Euro. Weitere Beiträge im Internet:

www.freiepresse.de/laga2019

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