Gefangene Waschbären an Jäger übergeben

Frankenberger entdeckten Tiere in Friedhofsiedlung und an Altenhainer Straße

Frankenberg.

Die drei Waschbären, die in Frankenberg an der Altenhainer Straße beziehungsweise in der Friedhofsiedlung von Mitarbeitern der Stadtverwaltung gefangen worden sind, hat die Kommune dem zuständigen Jäger übergeben. "Waschbären sind Wildtiere. Die Tiere wurden dem zuständigen Jäger übergeben, da sie dem Jagdrecht unterliegen", erklärte dazu Stadtsprecherin Anja Sparmann auf Nachfrage der "Freien Presse".

Sie verwies auch darauf, dass die Europäische Union (EU) den Waschbär in die Liste der invasiven, gebietsfremden und zu bekämpfenden fremden Arten aufgenommen habe, deren primäres Ziel die Eindämmung der Arten ist. Die Tötung der Tiere erfordere eine jagdrechtliche Genehmigung.

Die aus Nordamerika stammenden Kleinbären sind in Städten und Dörfern wie auch in Wäldern anzutreffen. Auch in Frankenberg sind sie schon öfter gesichtet worden, wie Anja Sparmann erklärte. Es sei bekannt, dass sich hier die Tiere etabliert haben. Eine Statistik über die Waschbärpopulation werde aber in der Stadt nicht geführt. "In der Vergangenheit erhielten wir bereits Meldungen von Waschbären speziell im Bereich Altenhainer Straße und dem Wohngebiet Friedhofsiedlung", so Sparmann. Die Allesfresser dringen teils in Schuppen oder Dachböden ein oder machen sich an Mülltonnen zu schaffen. Das Aufstellen von Fallen sei nur in Absprache mit dem zuständigen Jäger empfehlen wert. (jl/dahl)

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.