Geldautomat: Viele Hinweise zur Sprengung

Polizei nimmt viele Zeugenaussagen zu Fall in Frankenberg auf

Frankenberg.

Die Ermittlungen nach der Explosion in der Nacht zum Samstag am Baderberg laufen auf Hochtouren. "Es gehen viele Zeugenhinweise ein", sagte Robin Reichel, Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz am Freitag auf "Freie Presse"-Anfrage. "Wir müssen noch eine Vielzahl anhören."

Der Geldautomat der Deutschen Bank war nach 2018 erneut Ziel einer Sprengung. Gegen 3.50 Uhr hatte ein Zeuge zunächst mindestens zwei Personen auf der Straße gehört, die miteinander diskutierten. Kurz darauf habe er einen Knall gehört. Vor der Selbstbedienungsstelle (SB) habe ein dunkler Audi gehalten. Dabei handelt es sich nach Polizeiangaben offenbar um das Fluchtfahrzeug. Die Unbekannten werden so beschrieben: Die erste Person war circa 1,70 Meter groß, schlank und habe deutsch gesprochen. Der zweite Unbekannte sei größer und kräftiger gewesen, sprach ebenfalls deutsch. Mehrere Zeugen gaben an, nach dem Knall seien die Unbekannten in ein dunkles Auto gestiegen und über die Badergasse zur Bundesstraße 169 geflüchtet.

Nach ersten Erkenntnissen sei der Automat stark beschädigt worden. Bargeld sei aber nicht erbeutet worden. Ab wann an der Stelle wieder ein Geldautomat zur Verfügung steht, ist derzeit noch unklar. Ein Deutsche-Bank-Sprecher für Sachsen sagte am Freitag auf Anfrage: "Da wir in der Prüfung des Vorgangs sind, kann ich heute leider noch keine Aussage zu unserer SB-Stelle in Frankenberg treffen." Schon 2018 war an dieser Adresse ein Geldautomat der Bank gesprengt worden. Damals dauerte es mehrere Wochen, bis Kunden den Service wieder nutzen konnten.

In dieser Woche sprengten Unbekannte in Döbeln einen Zigarettenautomaten.

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