Gemeinsame Erinnerungen an alte Zeiten

1959 verließen sie ihre Schule in Mittweida. 60 Jahre später kommen die Schüler von einst wieder zusammen.

Mittweida.

Zwei Klassen der Pestalozzischule in Mittweida haben im Jahr 1959 die Schule verlassen. Vergangenen Samstag haben sie nun ein Wiedersehen nach 60 Jahren Schulabschluss gefeiert. Mit einem Oldtimer-Bus wurde eine Stadtrundfahrt durch Mittweida unternommen und an die alten Zeiten in der Schule erinnert.

"Nach der typischen DDR Schullaufbahn und der weiterbildenden Schule habe ich eine Lehre unternommen, war bei der Armee und habe anschließend ein Studium im Maschinenbau absolviert. Als Ingenieur habe ich in vielen Funktionen gearbeitet und die Wende gut überstanden, was nicht jeder behaupten kann", so der Initiator des Klassentreffens Manfred Köhler. Christian Klaus absolvierte eine Lehre als Elektromonteur und studierte in Mittweida schließlich Maschinenbau. "Nach dem Studium habe ich in der Büromaschinenindustrie als Ingenieur gearbeitet und nach der Wende eine eigene Firma gegründet, welche CNC-Maschinen und Prozessautomatisierungssysteme herstellt. Diese Firma leite ich bis heute", so Klaus. Zu ihrem Traumberuf ist Diana Bettke gelangt, als sie die Schule nach der 8. Klasse verlassen hat, um Frisöse zu werden. "Ohne Schere kann ich nicht leben. Ich habe später die 10. Klasse noch nachgeholt und den Friseurmeister gemacht. Ich bin glücklich und zufrieden", berichtet Bettke. Uschi aus dem Abschlussjahrgang 1959 ist nach der 10. Klasse an das Lehrerinstitut nach Nossen gegangen und hat ihren Unterstufenlehrer gemacht. "Ich bin als Lehrerin dann zurück nach Mittweida und wurde mit 18 Jahren vor eine Klasse mit 40 Schülern gestellt. So viele waren es in der darauffolgenden Zeit nicht mehr", berichtet sie über Werdegang. "Heute ist es schön, dass man die Leute mal wieder trifft und sich die alte Heimat anschauen kann, wo sich einiges verändert hat", so die ehemalige Unterstufenlehrerin. Jedoch ist nach der Schule nicht jeder in der alten Heimat geblieben, wie Brigitte berichtet. "Ich habe auf der Raiffeisenbank in Altmittweida gelernt. Als mein Mann arbeitslos wurde zogen wir nach der Wende in den Westen, wo ich noch einmal Schule machte und zur Berufsgenossenschaft gewechselt bin", so Brigitte.

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