Gerüchte zu Wolfsgeheul unbestätigt

Landesamt liegt nichts zu toten Rehen vor

Frankenberg.

Der Fachstelle Wolf beim Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie liegen aktuell keine Hinweise darauf vor, dass sich im Raum Frankenberg ein Wolf aufhält. Das sagte Vanessa Ludwig, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Fachstelle, auf "Freie Presse"-Anfrage. Anlass dafür war ein Medienbericht, in dem von "Wolfsgeheul" rund um Frankenberg zu lesen war. Zudem wurden laut dem Zeitungsbericht zwei Rehe gerissen. "Anhand der Spuren ist es sehr wahrscheinlich, dass das Rehwild von einem Wolf gerissen wurde", wird Mario Bösl, Wildtierbeauftragter des Landesjagdverbandes Sachsen, zitiert.

"Uns liegen keine Meldungen zu toten Rehen oder zu Wolfsgeheul bei Frankenberg vor", sagte Vanessa Ludwig weiter. "Auch im Wildtiermonitoring wurde bislang kein entsprechender Hinweis gefunden." Weder auf Anfrage von "Freie Presse" noch der Fachbehörde reagierte der Wildtierbeauftragte. "Eine Kontaktaufnahme mit Herrn Bösl seitens der Fachstelle Wolf gelang bislang ebenfalls nicht", teilte Vanessa Ludwig mit. Somit ist unklar, ob und wo Rehe gerissen wurden.

Im laufenden Kalenderjahr seien im Wolfsmonitoring bislang nur sehr wenige Meldungen aus dem Bereich um Frankenberg eingegangen, so die Fachstelle. Vier Hinweise liegen aus dem Bereich zwischen Chemnitz und Penig vor: Dabei handelt es sich um zwei Sichtungen und eine Spurenmeldung, die alle als "unbestätigter Hinweis" bewertet wurden. Beim vierten Hinweis handelt es sich um die Meldung eines toten Schafs bei Wittgensdorf am 28. Januar. Die Rissbegutachtung ergab dabei eine andere Todesursache.

Aus dem Bereich zwischen Mittweida und Hainichen liegen weitere fünf unbestätigte Hinweise vor. Bei der Meldung von einem toten Rind bei Mittweida vom 28. Januar sowie der Meldung von einem toten und einem vermissten Känguru bei Rossau vom 29. April konnte der Wolf nicht mit hinreichender Sicherheit bestätigt werden, so die Fachstelle. Bei beiden stellte die Rissbegutachtung eine andere Todesursache fest.

11 Kommentare

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    Tauchsieder
    07.10.2020

    Totes Känguru, ich bin gespannt wann der erste tote Elefant in Sachsen gemeldet wird.
    Übrigens ein Artikel hier, gäbe es ihn nicht, würde ihn auch keiner vermissen. Ein einziges "hätte, vermutlich, könnte, konnte, wahrscheinlich" usw..
    Ob da vermutlich ein leerer Platz auf der Lokalseite gefüllt werden musste?