Gewerbegebiet: Leerer Platz bald gefüllt

Ein Transportservice hat sich bereits eine Fläche in Hainichen gesichert und will 2019 bauen. Dies soll aber nicht der einzige neue Interessent sein.

Hainichen.

Vor ein paar Wochen war der Stillstand im Gewerbegebiet in Hainichen noch ein Thema im Wahlkampf um das Bürgermeisteramt. Untätigkeit wollte sich das alte und neue Stadtoberhaupt Dieter Greysinger (SPD) nicht vorwerfen lassen. Nun kann er eine Neuansiedlung vorweisen.

Der Stadtrat bestätigte in der jüngsten Sitzung den Verkauf von 6200 Quadratmeter auch einstimmig. Damit sollen demnächst knapp 100.000 Euro in die Stadtkasse fließen.

Die in Marienberg ansässige Firma TKS Transport und Kraftfahrzeugservice will schon im nächsten Jahr vom Erzgebirge in das Gewerbegebiet Crumbach-Nord umziehen. Das bestätigte Geschäftsführer Thomas Liebscher. Das im Jahr 20o2 gegründete Unternehmen mit aktuell rund 45 Mitarbeitern plane den Neubau einer Halle und von Stellflächen für 35 Lkw. Das erworbene Grundstück liegt schräg gegenüber der Esso-Tankstelle. Die Firma sei vor allem in der Lebensmittel-Logistik tätig, hauptsächlich mit Tiefkühl- und Frischeprodukten.

Die hervorragende Verkehrsanbindung vom Hainichener Gewerbegebiet an die Autobahn 4 und die Bundesstraße 169 sei für den Geschäftsführer für den Umzug entscheidend gewesen. Zudem seien wichtige Kunden in Berbersdorf, Nossen und Oederan zu finden. Auch viele Mitarbeiter seien schon jetzt rund um Hainichen und Frankenberg ansässig. Laut Liebscher könnten sogar noch in diesem Jahr Stellflächen angelegt werden. Dazu würden einige Container aufgestellt. Gebaut werden solle dann 2019, ein Lager auf jeden Fall, eventuell auch eine Waschanlage.

"Damit siedelt sich im Gewerbegebiet nach längerer Zeit wieder einmal ein Unternehmen neu an", so Greysinger. "In den letzten Jahren haben sich kaum mehr neue Firmen für Hainichen interessiert, da sie befürchteten, schwer qualifiziertes Personal zu erhalten." Allerdings gäbe es im bereits erschlossenen A-Teil in Crumbach nur mehr recht kleine Rest-Flächen, die für Neuansiedlungen noch zur Verfügung stehen.

Die Firma Backer-Bau als Besitzer des Areals zwischen Tankstelle und Autobahn, dem sogenannten B-Teil, verhandelt laut Bürgermeister mit einem ernsthaften Interessenten. In der Stadtratssitzung sprach Greysinger von einem "dicken Fisch". Er hat Hoffnung, dass sich in Hainichen wieder einige Firmen neu ansiedeln.

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