Große Nachfrage nach Jobs bei der Landesgartenschau

Das Gartenfest in Frankenberg braucht viele helfende Hände. Bei der Jobbörse der Arbeitsagentur konnten fast 50 Bewerber begrüßt werden. Viele davon werden eingestellt.

Frankenberg.

Positive Überraschung bei den Chefs des Gastronomiebetreibers und des Objektschutzes der Landesgartenschau (Laga): Fast 50 Bewerber haben sich am Dienstag für die zeitlich befristeten Stellen interessiert, die bei einer Jobbörse im Stadtpark angeboten wurden. "Für unser neues Format ist das ein sehr großer Erfolg", sagte Antje Schubert, Sprecherin der Agentur für Arbeit in Freiberg.

40 der 50 Gäste führten Gespräche mit den potenziellen Arbeitgebern GSM Events und RS Dienstleistungen. Bei der zweiten Firma wurden am Dienstag schon sieben Bewerbungen abgegeben. "Neun weitere Gespräche finden am Mittwoch in der Agentur-Außenstelle in Hainichen statt", sagte Schubert weiter. Der RS-Geschäftsführer gehe davon aus, dass sein Personal für die Laga am Donnerstag komplett ist. Mit GSM wiederum wurden gleich vor Ort zehn Gespräche geführt, davon mündeten fünf in eine Einstellung.


Weitere Beiträge zur Landesgartenschau lesen Sie im Internet: www.freiepresse.de/laga2019


Die Flexible

Carola Olbricht ist "eigentlich offen für alles", sagte sie. "Ich würde in der Gastronomie arbeiten, aber auch den Kartenverkauf übernehmen", sagte die Hainichenerin. Von Haus aus ist sie Polygraphischer Ingenieur. "Wenn man aber etwas älter ist, dann ist es mitunter nicht so einfach, eine geeignete Tätigkeit zu finden, wenn man sie vor der Haustür haben möchte." Insofern freut sich Carola Olbricht auf die Landesgartenschau in Frankenberg. "Ich habe heute meine Bewerbungsmappe abgegeben. Jetzt brauche ich nur noch ein bisschen Glück." (dahl)


Die Vermittlerin

Antje Schubert ist Pressesprecherin der Agentur für Arbeit in Freiberg. "Die beiden heute vertretenen Firmen haben die Ausschreibungen der Stadt Frankenberg zur Landesgartenschau gewonnen", sagte sie. "Die Arbeitgeber traten an uns heran, damit wir bei der Stellenbesetzung helfen. Da so viele Stellen offen sind, entschieden wir uns für dieses neue Format einer Jobbörse." Es ermögliche auch Altersrentnern und Studenten, sich für Minijobs zu bewerben. Die Agentur bediene dieses Segment sonst nicht. (dahl)


Der Gastronom

Stefan Ficker ist der Betriebsleiter der Landesgartenschau-Gastronomie. Als Tochter der Freiberger Brauerei sucht sein Unternehmen GSM Events Mitarbeiter für alle gastronomischen Einrichtungen auf der Schau. Immerhin circa 1000 Gästeplätze werden zur Verfügung stehen, vom großen Restaurant "Mittendrin" an der Blumenhalle über die Gastronomie an der Bühne bei Veranstaltungen bis hin zur "Hopfenwirtschaft" Am Baderberg, dem MDR-Café an der Mühlenstraße und dem Eispavillon an der Zschopau. (dahl)


Der Objektschützer

Michael Hamisch ist in Sachen Landesgartenschau schon ein alter Hase. "Wir sind seit 2000 mit Objektschutz, Empfangsdienst und auch Messestandsbetreuung am Markt", erklärte er das Profil der Firma RS Dienstleistungen. Frankenberg ist nach Löbau 2012 und Oelsnitz 2015 bereits seine dritte Landesgartenschau. "Wir zahlen nach Tarif und suchen heute Mitarbeiter für die Nachtbewachung des Geländes mit Hund, die Einlasskontrolle und die Besetzung der fünf elektronischen Kassen." (dahl)


Der Lokalpatriot

Peter Schemnonek würde gern eine Teilzeitstelle beim Einlassdienst zur Landesgartenschau besetzen. "Ich hatte heute bereits mein Bewerbungsgespräch, muss jetzt nur noch meinen Lebenslauf nachreichen", sagte der Maschinenbauingenieur aus Dittersbach. "Die Schau ist gut für Frankenberg. Könnte sein, dass uns die Besucher überrennen", sagte Schemnonek. "Das kenne ich so von anderen Landesgartenschauen." Auch er würde die dreitägige IHK-Ausbildung zur Unterrichtung gern nutzen. "Das ist ein schöner Bonus", meinte er. (dahl)


Der Nachtarbeiter

Toni Haase interessiert sich für eine Tätigkeit beim Wachschutz auf der Landesgartenschau. "Gelernt habe ich Fachlagerist", sagte der Mann, der in Hainichen wohnt. "Insofern macht es mir auch nichts aus, wenn ich Nachtschichten leisten muss. Nachts zu arbeiten, das bin ich gewohnt", berichtete Toni Haase. "Extra Kaffee brauche ich da nicht." Fragen hatte er wegen der für die Einlasskontrolle notwendigen sogenannten Unterrichtung laut Gewerbeordnung. Eine solche wird von der IHK Chemnitz aber im Mai angeboten. (dahl)

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