Grüne Lunge in der Stadt: Das Mühlbachtal

170 Tage lang prägte die erste Landesgartenschau in Mittelsachsen das Geschehen in Frankenberg und der Region. Die Stadt ist um zwei neu gestaltete Areale reicher. Wie sich deren Aussehen verändert hat, beschreibt "Freie Presse" in Wort und Bild.

Frankenberg.

Vor vier Wochen wurden die Tore der Landesgartenschau in Frankenberg geschlossen. Fast alle Bereiche sind seit dem 7. Oktober für die Öffentlichkeit noch gesperrt, weil dort umfangreiche Rückbauarbeiten laufen, für die zum Teil auch schwere Technik im Einsatz ist. "Freie Presse" hat sich im Herbst 2019 das Gelände angeschaut und Vergleiche zum Zustand vor Beginn des Festivals gezogen.

Für alle Frankenberger bot in den vergangenen drei Jahren der Blick von der Sachsenstraße nahe des Mühlbachdurchlasses den besten Eindruck von den Veränderungen. Die Brücke am Durchlass für Fußgänger und Radfahrer ist dort drei Meter breit und knapp acht Meter lang. Der Mühlbach wurde verbreitert, ein Nebenlauf angelegt, Ufermauern und Böschungen wurden befestigt.

Von insgesamt 25,5 Millionen Euro Gesamtinvestition in die Laga flossen 7,4 Millionen für die 4,7 Hektar großen Paradiesgärten Mühlbachtal. Für den 6,1 Hektar umfassenden Naturerlebnisraum Zschopauaue mit Schlangenbrücke waren es 11,3 Millionen Euro, für die Innenstadt mit Straßen, Plätzen und Brücken nochmals 6,5 Millionen Euro. Erhalten bleiben im Mühlbachtal der Steingarten, der Naturlehrpfad und die Imkerei, auch die Sitzblöcke im Paradiestreff und die kunstvolle Beleuchtung im Durchlass.

Der aus 20 Kunstwerken bestehende Skulpturenpfad ist ebenfalls eine dauerhafte Attraktion. Die Plastiken und Skulpturen sind über die ganze Innenstadt verteilt und sollen an historische Begebenheiten und bedeutende Persönlichkeiten der Stadtgeschichte erinnern. Einwohner und Besucher können so die Historie Frankenbergs bei einem lehrreichen Spaziergang erkunden.

Die "Leuchtenden Paradiesgärten", eine Sonderveranstaltung am Ende des Gartenfestivals, sollen auch in den nächsten beiden Jahren stattfinden. Immer mit Beginn der Dämmerung in den grauen Herbsttagen werden sich Innenstadt und Mühlbachtal in eine fantastisch leuchtende Märchenlandschaft verwandeln. Dazu werden wie in diesem Jahr wieder viele Leuchtfiguren aufgestellt und die Natur und die Stadtkulisse mit hunderten Scheinwerfern illuminiert. "Auf diese Weise wollen wir auch in den kommenden Jahren mehr Besucher nach Frankenberg holen und damit Gastronomie und Einzelhandel in unserer Stadt unterstützen", erklärt Lutz Raschke, Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Kulturgesellschaft.

Der Spielplatz im Hammertal ist voraussichtlich ab 18. November wieder offen. Der Termin ist witterungsabhängig. Der Rad- und Gehweg zwischen Sachsenstraße und Baderberg bleibt aufgrund von Arbeiten im Gelände gesperrt.

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