Hainichener wollen Erdbebenopfern helfen

Die Katastrophe auf Lombok hat Familie Kretschmann betroffen gemacht. Sie haben einen persönlichen Bezug zu Bewohnern der indonesischen Insel.

Hainichen.

Bedürftigen zu helfen gehört für Raminta und Thomas Kretschmann quasi zum Alltag. Mit dem Verein Communitas engagiert sich die Hainichener Familie seit Jahren für Spendenaktionen, organisiert Hilfstransporte nach Litauen und in die Ukraine. Dass sich das Ehepaar nun spontan für eine Aktion zugunsten von Erdbebenopfern auf der indonesischen Urlaubsinsel Lombok stark macht, hat einen ganz persönlichen Grund.

Anfang Januar hatten die Hainichener mit ihren Kindern Urlaub auf der indonesischen Insel gemacht und Menschen kennen gelernt, zu denen sie bis heute via Internet engen Kontakt pflegen, darunter die Reiseleiterin Nia Puspita. Sie arbeitet in einem Programm mit, das Frauen hilft, in der Tourismusbranche ein Einkommen zu erzielen. Wie Thomas Kretschmann berichtet, habe er vor einer Woche eine schockierende Nachricht von der 19-Jährigen bekommen. "Sie teilte uns mit, dass in ihrer Heimat fast alle Häuser bis auf die Grundmauern zerstört sind, ihre Familie alles verloren habe ", so der Hainichener Unternehmer. "Es ging uns nahe zu erfahren, dass das Dorf Senaru im Bergland von Lombok zerstört ist. Nia hatte uns durch die atemberaubende Natur, Reisfelder und in Siedlungen geführt, in denen die Zeit stillzustehen schien." Viele der Gebäude seien nun zerstört. So auch das Haus der Familie von Reiseleiterin Nia. Wie die 19-Jährige berichtete, sei die Versorgung mit Wasser und Strom schwer. Ein weiterer Reiseleiter habe auch all sein Hab und Gut verloren, besorge nun aber mit seinem noch intakten Auto Lebensmittel aus dem weniger stark vom Beben betroffenen Süden der Insel.

"Als wir diese Nachrichten erhielten, war uns klar, dass wir helfen und auch Bürger ansprechen wollen", so Kretschmann. Dazu haben die Hainichener erste Geldspenden beim Gottesdienst in der katholischen Kirche in Hainichen gesammelt. So kamen rund 400 Euro zusammen. Weitere Geldspenden wollen die Kretschmanns nun sammeln. Dazu werde das Konto des Vereins Communitas genutzt.

Unter dem Stichwort "Erdbeben" können Spenden auf das Communitas-Konto bei der Sparkasse Mittelsachsen, IBAN: DE54 8705 2000 3330 0100 01, überwiesen werden.

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