Haushalt: Kita, Feuerwehr und Vereine haben Wünsche

Ein Sonnensegel für den Sandkasten, ein Löschfahrzeug und Geld für ein Boot - die Rossauer Gemeinderäte müssen abwägen, was kommendes Jahr finanziert werden kann.

Rossau.

Im Rossauer Gemeinderat hat am Montag Kämmerin Evelin Grünberg die Investitionsprojekte für 2020 vorgestellt. Der Kauf eines Löschgruppenfahrzeugs für die Feuerwehr zählt mit mehr als 450.000 Euro zu den größten Vorhaben. Die Umgestaltung eines Platzes in Moosheim zur Begegnungsstätte kostet voraussichtlich rund 134.000 Euro.

Neben den feststehenden Posten, etwa für die Kindertagesstätten und das Personal, bleibt der Kämmerin zufolge im kommenden Haushalt genug Spielraum für diese und einige weitere Investitionen. Neben den großen Vorhaben stehen deshalb auch Straßenausbauprojekte und Zuschüsse für die Vereinsarbeit zur Debatte.

"Der Verein Alte Hoffnung Erbstolln in Schönborn braucht unter anderem einen neuen Kahn für die Bootseinfahrten ins Besucherbergwerk", so Grünberg. Dafür seien Fördermittel beantragt worden. Um den Eigenanteil zu stemmen, bittet der Verein die Gemeinde um Unterstützung - für das rund 20.000 Euro teure Boot wären das 4000 Euro. Auch der Geschichtsverein hoffe auf Geld aus der Gemeindekasse. Er plane ab 2020 die Sanierung mehrerer Kriegsdenkmale für rund 26.000 Euro. Auch dafür seien Fördermittel beantragt worden. Für den Eigenanteil, rund 5200 Euro, solle die Gemeinde aufkommen. Bezahlen solle die Kommune überdies zwei Tafeln für 1600 Euro, die die Hobbyhistoriker neu gestalten und an den Denkmalen anbringen wollen.

Kritisch äußerten sich Bürgermeister Dietmar Gottwald (parteilos) und Gemeinderäte vor allem zu einzelnen Wünschen von Feuerwehr, Schule und Kita. Einen Fallschutz für ein Spielgerät im Außenbereich der Kita "Märchenland", ohne den das Gerät voraussichtlich gesperrt wird, bezeichnete Gottwald als dringend. Ebenso verhalte es sich mit einem Sonnensegel für den Sandkasten. Zusätzliche Spielgeräte und Malerarbeiten könnten allerdings auf 2021 verschoben werden, hieß es. Für die Schule tendierte das Gremium dazu, Geld für zusätzliche Insektenschutzfenster, Lehrmittel, Schülerfahrten und die Nutzung eines Lehrschwimmbeckens auszugeben. Ob ein Sonnenschutz für die Terrasse nötig ist oder einen weiteren Sommer lang Sonnenschirme reichen, wird zur Debatte stehen.

Bei den Ausgaben für die Feuerwehr bestand Einigkeit, dass ein neues Fahrzeug und neue Atemschutzgeräte nötig sind. Grünberg rechnete vor, dass die Gemeinde für das Fahrzeug trotz Förderung und Beteiligung an einer Sammelbestellung mehr als 218.000 Euro aufbringen muss, für die Atemschutzgeräte gut 7000 Euro. Wünsche nach neuen Bekleidungsstücken und Stiefeln sollten auf die Notwendigkeit für die Einsatzbereitschaft hin geprüft werden, forderten deshalb Räte.

Entscheidungen zum Straßenbau machten sie von Zuschüssen abhängig. An der Straße Zum Zschopautal soll 2020 voraussichtlich der Abschnitt vom Sportplatz bis zum ehemaligen Bäcker gebaut werden. Themen in den weiteren Beratungen werden unter anderem die Straßenbeleuchtung in Moosheim und Planungsleistungen für Arbeiten an der Straße Am Rubinberg sein.

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