"Ich schreibe ganz früh, da schlafen noch alle"

In der "Freien Presse" berichtet Eva-Maria Hommel aus dem Alltag mit Kindern - Leser können sie kennenlernen

Rochlitz.

Zum "Tag der offenen Redaktion" Rochlitz wird am Samstag auch Eva-Maria Hommel erwartet. In der montäglichen Kolumne "Unter uns" in der "Freien Presse" sind Geschichten, die das Leben schreibt, speziell das ihrer Kinder, zu lesen. Babette Philipp hat mit ihr gesprochen.

Freie Presse: Ist es ein komisches Gefühl, tausende Leser am Familienleben teilhaben zu lassen?

Eva-Maria Hommel: Manchmal schon. Aber die Leser erfahren ja nur einen ganz kleinen Teil. Außerdem denke ich sehr genau darüber nach, was und wie viel ich preisgebe. Mein Mann liest die Geschichten, und wir reden darüber. Im Großen und Ganzen vertraue ich meinem Gefühl und denke, das ist in Ordnung so.

Sie hatten damals zwei Kinder?

Ja, meine Tochter war vier, mein Sohn ein Jahr alt. Anfang August wurde unser zweiter Sohn geboren.

Wie bleibt bei einem solchen Kinderwirbel noch Zeit zum Schreiben und vor allem wann?

Das frage ich mich auch manchmal. Es hilft, dass die beiden Großen im Kindergarten und in der Krippe sind, aber der Kleine hält mich natürlich auf Trab. Ich schreibe am liebsten ganz früh. Da habe ich meine Ruhe, denn es schlafen noch alle.

Woher nehmen Sie die Ideen?

Aus dem Alltag. Manches ergibt sich direkt aus einer Situation heraus, in der ich schon denke: Das wird der nächste Text. Aber ich habe auch einen Spickzettel, auf dem ich Begebenheiten notiere oder lustige Sprüche, die ich später verwenden kann.

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