Kaum Spielraum für Extrawünsche

Der neue Gemeinderat hat über den Haushalt für 2020 diskutiert. Dabei standen die Investitionen im Fokus der Debatte.

Altmittweida.

Ums Geld ging es bei der ersten gemeinsamen Sitzung der neuen Gemeinderäte von Altmittweida. "Die Liste mit Vorschlägen für Investitionen ist lang", stellte Bürgermeister Jens-Uwe Miether (parteilos) fest. Insbesondere Ausgaben für Grundschule, Kindertagesstätte und Bauhof könnten das Budget strapazieren. Doch laut Verwaltung ist der Spielraum für Extrawünsche gering. Die Kommune kann sich nicht alles leisten. Vor Entscheidungen zum Haushaltsplan für 2020 wollen die Räte daher bei Ortsterminen die Dringlichkeit der Investitionsvorhaben prüfen.

Miether sieht unter anderem Unterrichtsmittel und ein neues Klassenzimmer für die Grundschule als eilig an. "Ich gehe davon aus, dass wir im kommenden Schuljahr zwei erste Klassen bilden", sagte er. Alles deute darauf hin, dass in rund einem Jahr mehr als 40 Kinder eingeschult werden. Dafür müsse vorgesorgt werden. Beim Gesprächstermin in der Kita wird es laut Ortschef um eine neue, rund 10.000 Euro teure Zimmerausstattung sowie um kleinere Maßnahmen zum Erhalt des Standards gehen. Arbeiten an den Außenanlagen von Kita und Grundschule sollen nach Ansicht von Gemeinderäten und Mitarbeitern der Einrichtungen ebenfalls in den Plan.

Der Bauhof der Gemeinde drängt auf den Ersatz eines alten Multicar-Nutzfahrzeuges. Das unter anderem als Geräteträger und Transporter genutzte Fahrzeug ist nach Überzeugung der Räte für die tägliche Arbeit der Mitarbeiter wichtig. Eine Neuanschaffung würde laut Mieter jedoch schätzungsweise 100.000 Euro verschlingen. "Die Verwaltung kümmert sich um Kostenvoranschläge. Wir müssen entscheiden, ob wir die Ausgabe sofort stemmen oder das alte Fahrzeug noch die nächsten ein oder zwei Jahre weiter nutzen wollen", sagte der Ortschef.

Zur ersten Sitzung des neu gewählten Altmittweidaer Gemeinderates am Montagabend hatte das Gremium zwei Beschlüsse zu Straßenbaumaßnahmen auf der Tagesordnung. Die Räte gaben für Arbeiten an der Dorfstraße und der Querstraße grünes Licht. Für rund 39.000 Euro soll ein Baugeschäft aus dem Rossauer Ortsteil Weinsdorf Instandsetzungs- und Pflasterarbeiten an der Dorfstraße ausführen. Verteilt über die gesamte Straßenlänge gebe es eine große Zahl von schadhaften Stellen, die ausgebessert werden müssen, so Miether. In der Bauphase müssten die Verkehrsteilnehmer mit Behinderungen und Sperrungen kurzer Straßenabschnitte rechnen. Die Querstraße bekommt für rund 19.000 Euro neuen Belag.

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