Kinder bekommen am Samstag Zuckertüten und neue Schulleiter

Am Montag beginnt das neue Schuljahr. Doch schon am Samstag werden die Erstklässler feierlich begrüßt. "Freie Presse" hat nachgefragt, was sie erwartet.

Frankenberg.

Die Astrid-Lindgren-Grundschule in Frankenberg hat eine neue Schulleiterin. Katrin Schmitz, die bisher die Grundschule Tiefenbach in Marbach geleitet hat, ist nun in der wesentlich größeren Einrichtung im Bildungszentrum tätig. "Ich habe den Auftrag des Landesschulamtes erhalten, diese Schule zu leiten", erklärte die Pädagogin, die aus Bautzen stammt. "Ich freue mich auf das neue Schuljahr, habe auch schon alle Kolleginnen und Kollegen kennengelernt."

Katrin Schmitz hat in Nossen studiert und war 14 Jahre im Ausland tätig - wo, wollte sie nicht sagen. Die dreizügige Schule in Frankenberg sei für sie eine Umstellung. 81 Erstklässler werden am Samstag den Schulanfang bei zwei Veranstaltungen im Kulturforum "Stadtpark" feiern. Die Zuckertüten erhalten die Kinder später im Schulgelände.


Gaby Kuhn, die zuvor in Doppelfunktion für ein Jahr zwei Schulen - darunter die Frankenberger - geleitet hatte, ist nun nur noch für ihre angestammte Schule in Mohsdorf zuständig.

Für die 42 Erstklässler der evangelischenGrundschule Frankenberg beginnt der Schulanfang am Samstag mit einer Andacht in der Stadtkirche. Dort gibt es auch die Zuckertüten. Laut Iris Firmenich, Vizechefin des Schulvereins, gab es mehr als 70 Bewerbungen für die Aufnahme in die Bildungseinrichtung, für die Schulgeld bezahlt werden muss. Die Größe der Klassen ist auf jeweils 21 Kinder begrenzt.

Hainichen: An der Eduard-Feldner-Grundschule werden erstmals vier erste Klassen gebildet. Aktuell geht Schulleiter Eric Kaltschmidt von 90 Abc-Schützen aus. Diese Zahl sei aber immer noch nicht verbindlich. In den Sommerferien habe man einen Gruppenraum zu einem zusätzlichen Klassenzimmer umgebaut. Am Samstagvormitag gibt es zwei Feierstunden im HKK-Vereinshaus, die Zuckertüten werden im Schulhof überreicht.

Mittweida: An der Pestalozzi-Grundschule gibt es erstmals ein Ganztagsangebot. In drei neuen AG können Kinder aller Jahrgangsstufen laut Schulleiterin Grit Eichner Filzen, Zaubern und Schach lernen. Zudem wird ein neues Unterrichtsmodell eingeführt: Die erste und zweite Stunde werden jeweils als 90-minütige Blöcke unterrichtet, die dritte und vierte Stunde wie gehabt als 45-minütige Einheiten, die fünfte und sechste Stunde dann wieder im Block. "Pausen werden dann gemacht, wenn sie notwendig sind, nicht wenn es klingelt", erklärt Eichner. So könnten die Lehrer künftig individueller auf die Stimmung in der Klasse eingehen. Zudem wird es vormittags neue Fördermöglichkeiten geben. Logopädie, Ergotherapie, Sportförderung und ein Programm gegen Rechenschwächewerden in allen Klassenstufen eingeführt. 49Erstklässler wird Eichner begrüßen. Neben einem Programm der Laienspielgruppe wird es einen Zuckertütenbaum geben.

An der Bernhard-Schmidt-Grundschule werden 46 Kinder eingeschult, teilte das Sekretariat mit. Wie auch an der Pestalozzi-Schule werden somit zwei erste Klassen eingerichtet. Die Schulfeier findet am Samstag statt. Der seit längerer Zeit geplante Umbau des Sportplatzes ist noch nicht begonnen worden, teilte die Schule mit.

Altmittweida: An der Grundschule in Altmittweida bekommen die vier Lehrerinnen erstmals Unterstützung von einer Referendarin und einer FSJlerin, teilte Schulleiterin Heike Schrohenloher mit. Die Referendarin soll 18 Monate lang bleiben, die FSJlerin ein Jahr. Schrohenloher hofft, dass die beiden zusätzlichen Kräfte Entlastung für das Kollegium bringen. Mit 19 Kindern gibt es zwar weniger Erstklässler als in den letzten Jahren. Je kleiner die Klasse sei, desto angenehmer sei jedoch die Arbeit mit dieser, so die Schulleiterin. Nach einer Andacht zum Schuljahresbeginn wird es am Samstag eine rein weltliche Schulanfangsfeier in der Altmittweidaer Kirche geben. Das Programm haben die neuen Viertklässler gestaltet. Auf dem Schulhof können die Kinder später den Zuckertütenbaum plündern.

Kriebstein: Vorerst kommissarisch hat Sindy Melzer die Leitung der Grundschule Grünlichtenberg übernommen. Vorgängerin Elke Schlieder war zum Schuljahresende in den Ruhestand gegangen. "Ich habe Respekt vor den großen Fußspuren, die sie hinterlassen hat", sagt ihre 29-jährige Nachfolgerin, die aus Frankenberg stammt. Sie sei von Schlieder gut eingearbeitetworden und habe auch bereitsdie entsprechenden Fortbildungen für die neue Tätigkeit absolviert. Das Kollegium wisse sie hinter sich.Über die dauerhafte Beschäftigung als Schulleiterin habe das Landesamt noch nicht entschieden. Sindy Melzer unterrichtet seit 2015 im Kriebsteiner Ortsteil. Nach ihrer Elternzeit ist sie seit Januar 2018 wieder im Schuldienst. Unter den 24 Schulanfängern sind in diesem Jahr acht Mädchen. Die Zuckertüten bringt am Samstag der Bäcker aus dem Dorf.

Rossau: Die Grundschule in Seifersbach hat 22 Schulanfänger. Die Feierstunde wird in den Räumen der Apothekergenossenschaft Noweda im Gewerbegebiet Rossau abgehalten, ihre Zuckertüten erhalten die Kinder im Schulgelände.

Striegistal: 20 Mädchen und Jungen kommen in die erste Klasse der Grundschule in Pappendorf. Traditionell übergibt die Zuckertüten die Feuerwehr. Schulleiterin Elke Zwinzscher ist nun auch für die Grundschule in Marbach zuständig. Dort gibt es 19 Schulanfänger.

Bewertung des Artikels: Ø 4 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...